Wird er Frankreichs Charlie Kirk?
In Lyon ist der 23-jährige Quentin Deranque nach schweren Verletzungen gestorben, die er am 12. Februar bei Auseinandersetzungen zwischen rechtsextremen und antifaschistischen Aktivisten erlitten hatte.

Der junge Nationalist, der laut Umfeld als gläubiger Katholik und pro-life-Aktivist galt, wurde nahe der Universität Sciences Po von mindestens sechs Personen schwer misshandelt – Videoaufnahmen zeigen brutale Tritte gegen am Boden Liegende. Er erlag am 14. Februar einer schweren Hirnverletzung.

Die Polizei nahm bislang elf Verdächtige fest, darunter Mitglieder der aufgelösten antifaschistischen „Jeune Garde“, die Verbindungen zur Linkspartei La France Insoumise (LFI) hat. Der Vorfall ereignete sich im Umfeld einer Veranstaltung mit der LFI-Europaabgeordneten Rima Hassan, gegen die rechtsextreme Gruppen wie das „Collectif Némésis“ protestierten.

Der Tod löst massive politische Spannungen aus – kurz vor den Kommunalwahlen am 15. März. Präsident Macron mahnte zu Besonnenheit, Justizminister Darmanin machte „Ultra-Linke“ mitverantwortlich. Rechte Politiker sprechen von „Lynchmord“ und „LFI-Milizen“, während Mélenchon und LFI jede Verantwortung zurückweisen und Medienhetze kritisieren. Der Fall wird zur Zerreißprobe für die französische Linke und droht die Polarisierung vor den Wahlen weiter anzuheizen.