Israelische Marine greift Sumud Flotilla in internationalen Gewässern an
Israel stoppt Hilfsmission weit vor Gaza – Vorwürfe der Piraterie

Die «Global Sumud Flotilla» ist erneut von israelischen Kriegsschiffen in internationalen Gewässern etwa 250 Seemeilen vor Gaza umzingelt und abgefangen worden. Die Flotte mit rund 50 zivilen Schiffen war von der Türkei aus gestartet, um humanitäre Hilfe zu liefern und die Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Organisatoren sprechen von einer illegalen Aktion auf Hoher See und einer Fortsetzung früherer Übergriffe. 

Laut Flottillen-Angaben wurden bereits zahlreiche Boote geentert, Aktivistinnen und Aktivisten festgenommen. Die Aktion ereignet sich in der Such- und Rettungszone Zyperns und verletzt nach Ansicht von Kritikern das internationale Seerecht (UNCLOS) sowie die Navigationsfreiheit. Israel begründet das Vorgehen mit der Sicherung seiner Seeblockade. Frühere Versuche der Flottille waren bereits vor Kreta gestoppt worden. 

Die Ereignisse lösen internationale Kritik aus. Mehrere Staaten verurteilen die Massnahme als völkerrechtswidrig. Die Flottille bleibt ein Symbol zivilgesellschaftlichen Protests gegen die humanitäre Lage in Gaza.


Lesen und hören Sie dazu auch das Zeitpunkt-Interview mit Teilnehmer Daniel Müller.