Jetzt müssen Taten folgen
In Rom haben Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Sie fordern eine neue globale Ethik im Umgang mit Künstlicher Intelligenz und Atomwaffen.

Die dreitägige Globale Versammlung der Nobelpreisträger zu künstlicher Intelligenz und Atomkrieg, die vom 14. bis 16. Juli stattfand, endete mit der Verabschiedung der Erklärung von Rom zu einem unbewaffneten und die Abrüstung fördernden Frieden im Zeitalter von künstlicher Intelligenz, von atomaren und autonomen Waffen, von neuen digitalen Protokollen und von aufkommenden Modellen der digitalen Entwicklung. 

Die «Erklärung von Rom» warnt vor den enormen Risiken, die beide Technologien für die Menschheit bergen. Bei KI gehe es um Kontrolle über Daten, Entscheidungen und sogar über Leben und Tod. Bei Atomwaffen bleibe die Gefahr einer versehentlichen oder absichtlichen Katastrophe bestehen.

Die Unterzeichnenden rufen zu einer verbindlichen internationalen Regulierung auf, die auf Menschlichkeit, Transparenz und Verantwortung basiert. KI dürfe nicht zur Waffe oder zur Unterdrückung missbraucht werden. Atomwaffen müssten schrittweise abgerüstet werden.Die Erklärung versteht sich als ethischer Appell an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Technologie nicht blind voranzutreiben, sondern sie im Dienst des Friedens und des Gemeinwohls zu stellen.