Merz ausmustern! Jugend protestiert weiter gegen Wehrpflicht und Aufrüstung in Deutschland
Tausende Schüler fordern Enteignung von Rheinmetall und Kritik an Merz

In zahlreichen deutschen Städten gehen heute Schülerinnen und Schüler erneut auf die Strasse, um gegen die geplante Wiedereinführung der Wehrpflicht und die Militarisierung zu protestieren. Die Initiative «Schulstreik gegen Wehrpflicht» organisiert seit Ende 2025 regelmässige Streiks und Demonstrationen. Organisatoren rechnen mit mehreren zehntausend Teilnehmenden.

Die Jugendlichen kritisieren, dass die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz die Wehrdienstpflicht schrittweise wieder einführt und Milliarden in die Rüstung steckt, während Schulen und Sozialsysteme vernachlässigt würden. Besonders im Visier steht der Rüstungskonzern Rheinmetall, dessen Profite durch die Aufrüstung stark gestiegen sind. Slogans wie «Rheinmetall enteignen» und Forderungen, Merz selbst «auszumustern», prägen die Proteste.

Bereits bei früheren Aktionen im Dezember 2025 und März sowie Mai 2026 beteiligten sich jeweils rund 40’000 bis 50’000 junge Menschen in über 100 Städten. Sie fordern Investitionen in Bildung und Zukunft statt in Waffen und Kriegsvorbereitung.