Nordkorea legt automatischen Atomschlag bei Gefahr für Kim fest
Verfassungsänderung soll Vergeltung bei Angriff auf Machthaber sichern und ist wahrscheinlich eine Reaktion auf den Angriffskrieg gegen Iran

Nordkorea hat laut Berichten seine Atomdoktrin deutlich verschärft. Neu sieht die Verfassung vor, dass bei einer Tötung oder schweren Gefährdung von Kim Jong-un durch ausländische Kräfte das Militär automatisch und unverzüglich mit Atomwaffen zurückschlagen muss. Die Befehlsgewalt bleibt beim Staatschef, doch Verfahren für den Fall seiner Handlungsunfähigkeit wurden nun festgeschrieben.

Die Änderung wurde bereits im März angenommen. Beobachter vermuten einen Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen im Iran, wo gezielte Angriffe Israels die Führung getroffen hatten. Experten betonen, eine ähnliche Operation gegen Nordkorea sei wegen der abgeriegelten Grenzen sehr schwierig. Die Massnahme unterstreicht den harten Kurs Pjöngjangs gegenüber Südkorea und den USA.