Türkei stoppt Solidaritätskarawane nach Rojava
Die türkische Polizei hat am 29. Januar 2026 in Suruç eine internationale Solidaritätskarawane mit 29 AktivistInnen (19 Frauen, 10 Männer) aus mehreren europäischen Ländern gestoppt und festgenommen, berichtet jw
Die Gruppe wollte nach Kobani in Rojava reisen, um Solidarität mit der bedrohten kurdischen Selbstverwaltung zu zeigen und humanitäre Hilfe zu fordern.Die Teilnehmer:innen berichten von sexistischen Beleidigungen („Schlampen“, F-Wort), körperlichen Übergriffen, Diebstahl von Handys und Geld sowie Misshandlungen während der Überführung nach Istanbul. Im Bus und in der Abschiebehaft kam es zu Schikanen, Gewaltandrohungen, Schlägen, Kabelbinder-Verletzungen und Zwangsunterschriften unter Androhung von Gewalt. Die Betroffenen wurden abgeschoben und mussten die Kosten selbst tragen.
Aktivistin Zozan Kisa: „Sie wollen den Internationalismus zerschlagen.“ Die Karawane wolle trotz Einreisesperren weitermachen.