Contras torpedieren Annäherung Havanna–Washington
Exilkubanische Hardliner setzen auf Sabotage und Gewalt

Seit US-Präsident Donald Trump Ende Januar einen möglichen Dialog mit Kuba in Aussicht stellte, mehren sich Störmanöver exilkubanischer Gruppen. Falschmeldungen über angebliche Regime-Spaltungen sorgten für Misstrauen. Schwerwiegender: Kubanische Sicherheitskräfte vereitelten Ende Februar einen Terroranschlag – eine mit Kriegswaffen beladene Schnellboot-Gruppe wollte Aufstände anzetteln und Militär angreifen. Zehn Personen wurden in Havanna festgenommen, die für 1000 bis 1500 Dollar bezahlt Plakate kleben sollten.

Exilpolitiker wie Bryan Calvo (Bürgermeister von Hialeah) lehnen Verhandlungen ab: «Mit diesem Regime verhandelt man nicht. Nötig ist militärisches Handeln oder genug Druck für echten Wandel.» Reinaldo Núñez meinte, jede Revolution bringe Blutvergiessen mit sich. Trotz begonnener Gespräche zwischen Havanna und Washington halten Contra-Kreise an Umsturzplänen fest.