In mehreren französischen Regionen setzen Behörden Drohnen mit Wärmebildkameras ein, um ungeimpfte Kühe aufzuspüren. Die Tiere werden von Landwirten offenbar versteckt, um der seit dem 9. April geltenden Impfpflicht gegen die ansteckende Knotenkrankheit (Dermatose nodulaire contagieuse) zu entgehen.
Die Massnahme betrifft die Regionen Auvergne-Rhône-Alpes, Bourgogne-Franche-Comté, Nouvelle-Aquitaine und Occitanie. Viele Bauern berichten von schweren Impfschäden bei ihren Tieren und lehnen die verpflichtende Impfung ab. Die Vereinigung Kokopelli sprach von einer «Jagd auf widerspenstige Bauern» und betonte, die Landwirte seien der letzte Schutzwall für eine souveräne Ernährung.
Kritiker sehen in den Drohneneinsätzen eine Fortsetzung staatlicher Überwachung und einen Eingriff in die Freiheit der Landwirtschaft. Offizielle Stellen haben sich bisher nicht zu den Drohnenflügen geäussert.