Tom Lausen (Jg 1967), Datenanalyst und Publizist, ist durch seine Beiträge zur Coronaaufarbeitung in Deutschland mittlerweile sehr bekannt, zumal er auch für die Enquetekommissionn des Deutschen Bundestags zur Aufarbeitung der Corona-Pandemie als Sachverständiger benannt wurde. Aber Lausen nimmt auch in diversen Landtagen an der Aufarbeitung teil, z.B. in Hessen, Thüringen, Sachsen, Rheinland-Pfalz. Er hat bereits zwei Bestseller zum Coronathema geschrieben, sich mit der «Bettenlüge» auseinandergesetzt und mit Hilfe der KI Coronafakes aufgedeckt. Nun legt er ein drittes Buch zum Thema vor, das er dieses Mal wieder mit seiner Frau Ulrike geschrieben hat.
5 Minuten gegen die Macht
Titel des neuen Buches, das am 26. Oktober 2026 im Westend Verlag erscheint, ist:«5 Minuten gegen die Macht. Was über Corona ans Licht kommt – und was im Protokoll verschwinden soll». Wer die Sitzungen der Corona-Enquetekommission regelmässig verfolgt, weiss, was es mit den fünf Minuten auf sich hat. Die Redezeit der Sachverständigen und Abgeordneten, insbesondere auf der Kritikerseite, ist streng limitiert. Oft darf nicht einmal ausgeredet werden. Das Zeigen von Grafiken in den öffentichen Sitzungen wird von den Befürwortern der Coronapolitik grundsätzlich verhindert.
Lausen zu seinen Erfahrungen als Sachverständiger in Berlin: «Wir arbeiten auch in kleineren nicht-öffentlichen Arbeitsgruppen zusammen, für die häufig prominente Gäste eingeladen werden. So kamen etwa Dr. Lars Schaade, Präsident des Robert-Koch-Instituts, Dr. Andrea Ammon von der Europäischen Seuchenbehörde (European Centre for Disease Prevention and Control,ECDC) und Sir Simon Laurence Stevens aus Grossbritannien; Geschäftsführer des NHS, ein leitendes Gremium, das dem Gesundheits- und Sozialministerium zugeordnet ist.
Wichtige Details fallen unter den Tisch, es wird vertuscht und getäuscht
Von jeder dieser nicht-öffentlichen Arbeitssitzungen wird eine Tonbandaufnahme erstellt, die als Grundlage für ein Ergebnisprotokoll dient. Danach werden die Tonbänder aber gelöscht. Dabei gehen wichtige Details verloren. Leider mussten wir auch feststellen, dass die Ergebnisprotokolle nicht immer mit den in der Sitzung getätigten Aussagen übereinstimmten, dass sie defizitär waren. Da wird geschönt, vertuscht, ja geradezu betrogen. Erst als Professor Stefan Homburg und ich vor einiger Zeit protestierten, wurde das Protokoll an einer Stelle berichtigt. Solche Missstände aber auch die Redebeiträge aus den Arbeitsgruppen, die neueaufschlussreiche Fakten beleuchten, greifen wir in unserem Buch auf.
In dieser Kleingruppenarbeit wurde mir deutlich, dass das Behördenpersonal in den oberen Rängen wichtige Fakten häufig schlichtweg nicht weiss. So war Andrea Ammon von der europäischen Seuchenbehörde nicht bekannt, dass es einen Leerstand in den Krankenhäusern während der angeblich so schweren Covid-Pandemie gab.
Das, was ich in diesen nichtöffentlichen Sitzungen erfahre und beobachte, erscheint mir historisch bedeutsam und gehört einfach mit zum Gesamtbild. Ich möchte es für die Nachwelt festhalten. Dazu gehören auch Verstösse gegen die Geschäftsordnung, denn der gesamte Aufarbeitungsprozess läuft manchmal holprig und nicht wirklich regelgemäss. Das Ziel dahinter: Die Afd (Alternative für Deutschland), die als einzige grössere Partei die Coronapolitik in Frage stellt, auszubremsen. Die Kritik an der Coronapolitik soll insgesamt eingeschränkt und behindert werden sowie möglichst wenig Raum bekommen. Das ändert übrigens nichts daran, dass trotzdem sehr viel ans Licht kommt. Das zeigt auch unser neues Buch.
Der Abschlussbericht wird voraussichtlich von Falschinformation nur so strotzen
Nach einem Jahr in dieser zahnlosen Enquetekommission, in der niemand zur Wahrheit verpflichtet ist und die Mehrheit die Aufarbeitung verweigert, gehe ich davon aus, dass der Abschlussbericht von Fake News nur so strotzen wird. Zwar nehmen die kritischen Momente in den Gesprächen zu, aber sie werden im Bericht dennoch nicht auftauchen. Nur in den Nachbemerkungen kommen sie dann vor. Unser Buch stellt also ein Korrektiv zum offiziellen Bericht dar.
Mir kann man nach dieser jahrelangen und intensiven Arbeit mit dem Coronathema nicht mehr so schnell etwas vormachen. In den höheren gesellschaftlichen Positionen fand Machtmissbrauch statt. Von dort aus lässt sich ein gesellschaftliches System leicht in eine totalitäre Situation hineintreiben. Mir haben viele Menschen in den Pausen der Sitzungen gestanden, was wirklich los war. So haben die Krankenhäuser teilweise so viel Geld verdient mit der angeblichen Todespandemie, dass sie gar nicht mehr wussten, wohin damit. Auf der Seite der Profiteure gab es nicht die geringste pandemische Angst oder Unsicherheit. Hier hatte jeder nur seine eigenen Motive, Macht und Geld. Es wurde keinerlei Folgenabschätzung der Massnahmen vorgenommen. Behinderten- und Seniorenverbände sowie Organisationen für Kinder und Jugendliche wurden nicht ansatzweise einbezogen. Für mich handelt es sich bei dieser ´Pandemie` mittlerweile um einen Kriminalfall.»
Das neue Buch von Ulrike und Tom Lausen «5 Minuten gegen die Macht. Was über Corona ans Licht kommt – und was im Protokoll verschwinden soll» (ISBN 978-3-9879138-8-4) erscheint am 26. Oktober 2026 im Westend Verlag. Es hat 230 Seiten und kostet 25 Euro.