Die Konferenz der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD COP17) findet vom 17. bis 28. August 2026 in Ulaanbaatar, Mongolei, statt. Regierungen, Institutionen, Unternehmen und Zivilgesellschaft diskutieren dort Landdegradation, Dürre und Rekultivierung.
Das globale Ernährungssystem steht unter Druck: Kriege und extreme Wetterereignisse bedrohen Ernten und Versorgung. Der WWF betont, dass Landpolitik allein nicht reicht. Notwendig sei ein grundlegender Wandel in Produktion, Konsum und Vermeidung von Lebensmittelverschwendung. Ernährungssysteme verursachen rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen und hängen mit etwa 80 Prozent der Abholzung zusammen.
Eine naturpositive und regenerative Landwirtschaft könne Emissionen senken, Biodiversität schützen, degradierte Böden wiederherstellen und die Ernährungssicherheit verbessern. Gesunde Böden speichern mehr Wasser und erhöhen die Resilienz gegen Dürren. Besonders Graslandschaften, von denen die Hälfte bereits degradiert ist, stehen im Fokus – auch im Internationalen Jahr der Weidelandschaften.Die Mongolei als Gastgeberin bietet mit ihren Steppen ein anschauliches Beispiel. Die COP17 fällt in eine Phase, in der Land-, Natur- und Klimaverhandlungen zusammenfallen. Der WWF sieht darin die Chance, fragmentierte Agenden zu verbinden und die Landwirtschaft von einem Problem zu einem Teil der Lösung zu machen.