EU Verteidigungskommissar warnt: Europa produziert die falschen Waffen
Brüssel fordert Massenproduktion statt Hightech-Systeme – Iran-Krieg verschärft Europas Abhängigkeit von den USA

Seit Beginn des Ukrainekriegs hat Europa seine Rüstungsproduktion massiv ausgeweitet. Dennoch warnt EU-Verteidigungskommissar, der Litauer Andrius Kubilius vor einer gefährlichen Fehlentwicklung:

Europas Industrie stelle zu viele hochkomplexe und teure «Haute-Couture-Waffen» her, statt robuste und kostengünstige Systeme in grossen Stückzahlen zu produzieren.

Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran verschärfe das Problem zusätzlich. Weil Washington einen grossen Teil seiner Raketen- und Luftabwehrbestände selbst benötige, könnten wichtige Waffensysteme für Europa und die Ukraine jahrelang knapp bleiben.

Bereits heute stammen über 80 Prozent der europäischen Waffenkäufe aus dem Ausland, rund die Hälfte davon aus den USA. Rüstungskonzerne wie Thales bauen ihre Kapazitäten zwar rasant aus – die Raketenproduktion soll bis 2028 auf über 100'000 Stück jährlich steigen. Doch nach Ansicht der EU reicht das nicht: Europa müsse schneller unabhängiger werden und Waffen herstellen, die auf dem Schlachtfeld tatsächlich in grosser Zahl benötigt werden.


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