Kritik an Machado: Fossile Konzerne profitieren von Venezuelas Krise
Die venezolanische Oppositionsführerin hatte für eine vollständige Privatisierung der staatlichen Ölreserven und eine Rückkehr US-amerikanischer Konzerne geworben

Die Umweltorganisation Oil Change International hat die Rede der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado an der CERAWeek scharf kritisiert. Machado hatte dort für eine vollständige Privatisierung der staatlichen Ölreserven und eine Rückkehr US-amerikanischer Konzerne geworben. Sie bot den Ölmanagern direkte Gespräche über die Ausbeutung venezolanischer Ölreserven an und sprach von einem «umfassenden Plan» für 100 Prozent private Investitionen.

Allie Rosenbluth, Kampagnenleiterin bei Oil Change International, erklärte: «Machados Auftritt zeigt, wie Konflikte und Instabilität den fossilen Konzernen Tür und Tor öffnen. Nach Trumps Angriffen auf Venezuela stand für ihn die Förderung von US-Ölkonzernen im Vordergrund – nicht zum Nutzen des venezolanischen Volkes, sondern um den Konzernchefs neue Gewinnmöglichkeiten zu schaffen.»

Die Organisation warnt vor schweren Folgen: Eine Ausweitung der Produktion würde Luft und Wasser verschmutzen, Krebsrisiken und andere Gesundheitsprobleme erhöhen sowie Klimakatastrophen verstärken. Venezolanisches Öl gilt als besonders schwer und schwefelhaltig – eine der schmutzigsten Sorten weltweit. Betroffen wären nicht nur die Förderregionen in Venezuela, sondern auch die Raffinerien im Golf von Mexiko.«Das Schicksal Venezuelas muss vom Volk entschieden werden – nicht von US-Ölmanagern, die nur ihre Profite maximieren wollen», so Rosenbluth. Oil Change International fordert den Abschied von ausbeuterischen Energie-Modellen und den Aufbau demokratischer Systeme, die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung voranstellen.