29 Bundesstaaten der USA hatten den Konzern Meta verklagt. Facebook und Instagram seien gezielt so gestaltet, dass sie junge Nutzerinnen und Nutzer in Abhängigkeit führen sowie Angstzustände und Depressionen fördern, die zu mehreren Suiziden geführt hätten. Das Ziel: deutliche Geldstrafen und Auflagen zur Änderung des Geschäftsmodells.
Die Anklage war massiv. Meta habe mächtige Technologien eingesetzt, um Jugendliche zu ködern, zu binden und in seine Fänge zu locken – aus Profitgründen. Stellvertretende Generalstaatsanwältin Megan O’Neill fasste das Modell in vier Worten zusammen: Hook, Hold, Harvest, Hide. Design und Algorithmen, unendliches Scrollen, Like-Button und Fotofilter förderten die Sucht. Meta habe die Öffentlichkeit über die Gefahren getäuscht und gegen den Schutz der Privatsphäre von Kindern verstossen.
Nach anfänglichem Leugnen stimmte Meta einem Vergleich über mehr als 16,6 Milliarden Dollar zu. Der Konzern verpflichtet sich zu verbesserter Altersprüfung, täglichen Nutzungslimiten von maximal zwei Stunden, nächtlichen Sperren von Mitternacht bis 6 Uhr, Abschaltung von Likes und Schulzeit-Benachrichtigungen sowie Deaktivierung von Schönheitsfiltern. Zusätzliche Eltern-Tools sind vorgesehen.Die Auflagen gelten nur für die klagenden US-Staaten. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta sprach von maximalen Veränderungen ohne endlose Verfahren.