Nicht nur Timmy: Meeressäuger verirren sich zunehmend
Umweltverschmutzung treibt Tiere aus ihren Lebensräumen

Timmys Schicksal ging um die Welt, doch er ist nur einer von sehr vielen. Immer häufiger tauchen Wale, Robben oder Walrosse weit ausserhalb ihrer gewohnten Gebiete auf – etwa in Flüssen oder sogar in Küstenstädten. Eine neue Studie wertete Expertenbefragungen und Fallbeispiele aus Grossbritannien und Peru aus und geht der Frage nach, wie der Klimawandel und die Umweltverschmutzung die Verbreitung von Meeressäugern verändert. 

Demnach sind bereits über 40 verschiedene Arten von diesem Phänomen betroffen. Vier davon gelten als gefährdet oder stark gefährdet. Die Fachleute sind sich einig: Die Erwärmung der Meere und die Verschiebung der Beutetiere sind die wichtigsten Gründe. Die Tiere folgen ihren Nahrungsquellen oder suchen kühlere Gewässer und gelangen dabei in ungewohnte Umgebungen, wo sie oft nicht überleben können.

Die Studie zeigt, dass dieses Problem weltweit zunimmt und bisher zu wenig beachtet wurde. Rettungsnetzwerke und Behörden seien auf solche Vorfälle oft schlecht vorbereitet. Die Autoren fordern mehr Überwachung und Schutzmassnahmen, um die Tiere besser zu unterstützen.