Die SP Migrant und die JUSO Schweiz fordern von der Schweizer Regierung konkrete Schritte zum Schutz der Bevölkerung in Nord- und Ostsyrien. In einer gemeinsamen Erklärung zum Welt-Kobanê-Tag warnen sie davor, dass die politischen und gesellschaftlichen Errungenschaften der Demokratischen Selbstverwaltung Rojavas bei der Neuordnung Syriens verloren gehen könnten.
Zwölf Jahre nach den Angriffen des sogenannten Islamischen Staates (IS) stehe die Region erneut an einem entscheidenden Wendepunkt. Trotz der laufenden Eingliederung der Demokratischen Kräfte Syriens in staatliche Strukturen komme es weiterhin zu gewalttätigen Übergriffen gegen Kurd. Die Organisationen betonen: «Die Menschen in Nord- und Ostsyrien dürfen nicht erneut zum Spielball geopolitischer Interessen werden.»
Sie verlangen verbindliche Sicherheits- und Rechtsgarantien für Kurden, Alawiten, Drüsen, Suryoye, Jesiden und christliche Gemeinschaften. Auch die politische Beteiligung von Frauen, der Minderheitenschutz und der humanitäre Zugang müssten gesichert werden.
Die Schweiz müsse ihre humanitäre Tradition und völkerrechtlichen Verpflichtungen ernst nehmen. «Jetzt braucht es konkrete Massnahmen statt weiterer Verzögerungen», heisst es in der Erklärung.
Zudem sammeln SP Migrant und JUSO Unterschriften für eine Petition zum Schutz der Zivilbevölkerung und der Minderheiten in Syrien. Die Übergabe an die Bundeskanzlei ist für den 23. November 2026 um 16.30 Uhr auf der Bundesterrasse in Bern angekündigt.