Ryan Costello vom National Iranian American Council (NIAC) kritisiert diesen Kurs scharf: Präsident Trump spiele erneut mit einem riskanten Einsatz, obwohl frühere «Maximum Pressure»-Kampagnen bereits gescheitert seien. Die Erfahrung zeige klar: Der wirtschaftliche Schmerz treffe vor allem die iranische Bevölkerung, während die politische und wirtschaftliche Elite weitgehend unberührt bleibe. Teheran habe bisher nie kapituliert.
Die aktuelle Strategie birgt zudem grosse Widersprüche – Washington hatte während der Kriegsphase selbst Sanktionen gelockert, um die eigenen Kosten zu senken. Die Risiken sind erheblich: Höhere Energiepreise und steigende Lebenshaltungskosten belasten bereits die US-Bürger und könnten die Weltwirtschaft weiter destabilisieren.
Iran hat angekündigt, bei anhaltendem Druck regional zu eskalieren und Länder zu treffen, die den Wirtschaftskrieg unterstützen. Laut NIAC dient der erneute Druck eher dazu, eine echte diplomatische Lösung hinauszuzögern, statt sie zu ermöglichen. Statt eines nachhaltigen Deals droht anhaltende Instabilität mit unkalkulierbaren Folgen.