Ob die erste App eines Teenagers, das Datenschutztool eines Ehrenamtlichen oder die vertrauliche interne Betaversion eines Unternehmens – im Jahr 2027 lässt sich wohl keine dieser Apps mehr ohne Googles Zustimmung installieren. Googles Plan: Nach einem Update (vermutlich Anfang 2027) sollen wir nur noch Software nutzen, die Google vorab genehmigt hat. Google nutzt auch hier seine Marktmacht aus – ohne Rücksicht auf uns Nutzende oder auf Menschen, die Apps entwickeln.
Google will Entwickler zwingen, ihre Identitäten und Adressen preiszugeben, bevor Apps via APK-Dateien oder Sideloader installiert werden dürfen. Offiziell heisst es, das Sideloading bleibe unberührt. Doch Apps, die nicht mehr im Play Store sind, sowie Nutzer in Ländern mit regionalen Einschränkungen sind davon direkt betroffen. Genau die Offenheit, wegen der viele zu Android gewechselt haben, wird so eingeschränkt.
Diese Massnahme trifft alle, die unabhängige Apps nutzen oder entwickeln. F-Droid, die Heimat Tausender kostenloser und Open-Source-Android-Apps, nennt dies eine existenzielle" Bedrohung, Internet-Visionär Cory Doctorow spricht von "Darth Android", und die Aktivisten des DI.DAY sehen es als weiteren Angriff auf unsere Freiheit. Dagegen gibt es eine Petition: Android soll kein geschlossener Garten werden. Über 280’000 Menschen haben die Petition bereits unterzeichnet. Mehr Informationen gibt es auf keepandroidopen.org.