Das No Kings-Netzwerk schätzte, dass am dritten landesweiten Protest mindestens acht Millionen Personen teilnahmen. Das Netzwerk, das aus rund 500 Bürgerrechts-, Gewerkschafts- und Basisorganisationen besteht, organisierte somit den größten Protesttag in der Geschichte des Landes.
Die Demonstrationen blieben friedlich, die Aussagen waren dennoch klar: „Eine maskierte Geheimpolizei, die unsere Gemeinden terrorisiert. Ein illegaler, katastrophaler Krieg, der uns in Gefahr bringt und unsere Kosten in die Höhe treibt. Angriffe auf unsere Meinungsfreiheit, unsere Bürgerrechte, unser Wahlrecht. Kosten, die Familien an den Rand des Abgrunds treiben. Trump will wie ein Tyrann über uns herrschen“, schreibt No Kings in seinem Aufruf. Doch die Macht liege „beim Volk – nicht bei Möchtegern-Königen oder ihren milliardenschweren Kumpanen“.
Die Hauptkundgebung fand in Minneapolis und Saint Paul in Minnesota statt. Die sogenannten Zwillingsstädte wurden als Zentrum ausgewählt, da sie das beste Beispiel für gewaltfreien zivilen Widerstand gegen den Angriff durch Bundeskräfte im Rahmen der von der Trump-Regierung durchgeführten Anti-Migrations-Operationen geboten hatten. Rund 200.000 Menschen hörten die Beiträge von lokalen Migranten sowie von bekannten Stimmen der Opposition wie der US-Abgeordneten Ilhan Omar, die den Krieg im Iran sowie die Militäroperationen der USA in Venezuela und Ecuador kritisierte.
Die Mobilisierung soll „erst der Anfang unseres Kampfes“ sein, betonten die AktivistInnen in den USA. Die Organisatoren rufen landesweit zu Foren, Treffen und Schulungsworkshops auf, um die nächsten Schritte zu erörtern und auszuarbeiten.