Zölle als Korrektur verzerrter Preise
Welthandel pervertiert durch Subventionen und Externalitäten

Zölle sind nicht nur schlecht. Denn der Welthandel boomt nur, weil die Preise weit unter den realen Kosten liegen. Massive Subventionen für Transport und fossile Energien, sozialisierte Umwelt- und Gesundheitsschäden sowie Produktion auf Pump verzerren die «Marktpreise» massiv. Rohstoffe aus Afrika werden in Asien verarbeitet, in Europa veredelt und weltweit verteilt – ein Modell, das nur dank Billionen-Subventionen und abgewälzten Kosten rentabel ist. 

Urs P. Gasche argumentiert in seinem Beitrag auf Infosperber: Trumps abrupte Zollpolitik und Motive sind fragwürdig, doch grundsätzlich sind Zölle und Abgaben überfällig. Sie können die Verzerrungen teilweise kompensieren, indem sie importierte Güter verteuern und lokale oder regionale Produktion fördern. Höhere Zölle sollten besonders auf transport- und energieintensive Waren erhoben werden.Mögliche Vorteile: Weniger sinnloser Ferntransport, Rückverlagerung von Arbeitsplätzen in die Nähe, Entlastung von Klima und Ressourcen sowie höhere Lebensqualität. Erst wenn Subventionen und sozialisierte Kosten reduziert sind, könnten Zölle wieder abgeschafft werden. Bis dahin korrigieren sie einen pervertierten Freihandel, der nicht allen nützt.