Kampagnenstart der Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung»
Wir haben ein Warnsystem für Trockenheit und Hitze. Doch keine nationale Wasserstrategie, um unsere Wasserversorgung abzusichern.
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Ernährungssicherheit und Trinkwassersicherheit sind das Fundament unseres Lebens, unseres Wohlstandes, der Wirtschaft und der Sicherheit unseres Landes. Wir sind darauf angewiesen – in Normalzeiten wie in Krisenzeiten.

Wir erleben einen weiteren Hitzesommer. Das Wasser wird knapp. Wir haben ein Warnsystem für Trockenheit und Hitze, aber keine nationale Planung und Strategie, um unsere Wasserversorgung abzusichern. Das ist bedrohlich. 

In der Schweiz tun wir immer noch so, als hätten wir Wasser im Überfluss.

Diese Headline zum Interview mit dem Wasserexperten Klaus Lanz im "Das Magazin" bringt auf den Punkt, wie die Schweiz ihre Wasserversorgung handhabt. «Wir bräuchten dringend eine nationale Wasserstrategie. Wir müssen endlich zur Kenntnis nehmen, dass der Klimawandel das Wasserregime grundlegend ändert», sagt Klaus Lanz.


Am Donnerstag, 2. Juli 2026, um 10.00 Uhr startet die Abstimmungskampagne für die Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung» offiziell mit einer Medienkonferenz in Bern.

Die Initianden laden Sie herzlich ein, die Medienkonferenz per Livestream zu verfolgen. Hier gelangen Sie zum Livestream


Auch ist die Landwirtschaft nicht auf den Klimawandel vorbereitet, obwohl dies der Bevölkerung vor neun Jahren mit der Annahme der Ernährungssicherheitsinitiative des Bauernverbandes versprochen wurde. Das gefährdet die Ernten. Zudem ist die Landwirtschaft nicht so ausgerichtet, dass sie die Ernährung der Bevölkerung in Krisen und Mangellagen aus eigenem Boden gewährleisten kann – wie es der Verfassungsartikel 102 BV (Landesversorgung) verlangt. Dafür sind genügend Ackerflächen per Gesetz gesichert.

Zu unserer aktuellen Versorgungslage sagte Bundesrat Parmelin an der Medienkonferenz zur  Agrarpolitik 30+: «In der Schweiz vergisst man, dass wir bei einem Problem an den Grenzen jeden zweiten Tag nichts zu essen haben, weil wir importieren.» Die Hauptursache für die hohe Auslandsabhängigkeit ist der Anbau von Futtermais für Nutztiere auf 60% unserer Ackerflächen statt pflanzlicher Lebensmittel für die Menschen.

70% Selbstversorgung anstreben, dabei die Umwelt verbessern und den Wasserverbrauch senken!

Die Schweiz kann sich zu mehr als 100% selbst versorgen. Das zeigt die kürzlich in der Agrarforschung Schweiz publizierte Studie «Wege zu einer markanten Erhöhung des Selbstversorgungsgrades bei weniger Umweltbelastung». Dafür müssten auf unseren Ackerflächen mehr pflanzliche Lebensmittel für uns Menschen angebaut werden, statt wie heute Futtermais für Nutztiere. Das Grasland würde weiter für die Fleisch- und Milchproduktion genutzt. Auch die Reduktion von Food Waste führt automatisch zu mehr Selbstversorgung. Dabei wird gleichzeitig die Umwelt verbessert und der Wasserverbrauch gesenkt. 

Genau diesen Weg schlägt die Initiative «Für eine sichere Ernährung» ein, damit die Schweiz einen Netto-Selbstversorgungsgrad von 70% anstreben kann. Die Initiative verlangt dafür die Förderung der Produktion und des Konsums von pflanzlichen Lebensmitteln und die Sicherstellung der Bodenfruchtbarkeit und der Biodiversität sowie von sauberem Trinkwasser.

Heute fördern 75% der 3,6 Milliarden Agrarsubventionen die Produktion tierischer Lebensmittel und 30% unserer Lebensmittel landen im Abfall! 

Die Landwirtschaftspolitik beeinflusst und bevorteilt die Produktion und den Konsum von tierischen Lebensmitteln gegenüber pflanzlichen Lebensmitteln massiv. Nur ein Drittel der pflanzlichen Lebensmittel, die wir essen, stammen aus der Schweiz, der Rest wird importiert. Gleichzeitig werden Tausende Ferkel notfallmäßig zur Schlachtung exportiert, um die massive Überproduktion von Fleisch abzubauen.

Mit unserer Initiative «Für eine sichere Ernährung sorgen wir dafür, dass die Landwirtschaft auf Krisen und klimatische Veränderungen vorbereitet ist und unsere Wasserversorgung mit einer nationalen Wasserstrategie abgesichert wird. Dabei wird die Umwelt verbessert und der Wasserverbrauch gesenkt. Zudem schafft die Initiative durch die Förderung pflanzlicher Lebensmittel neue Marktchancen und Einnahmequellen für unsere Landwirtinnen und Landwirte, stärkt die Wirtschaft und schafft neue Arbeitsplätze.

Bitte mobilisieren Sie für ein JA und verhelfen Sie der Initiative zum Erfolg! 

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