Klimamüdigkeit in Deutschland: Vertrauen in Politik schwindet, Eigenverantwortung sinkt und Kosten dominieren zunehmend die Debatte
Studie zeigt wachsende Skepsis gegenüber Klimapolitik – nur noch jeder Fünfte glaubt an klaren Regierungsplan, Energiepreise werden wichtiger

Zum weltweiten Earth Day am 21. April zeichnet eine Studie des internationalen Marktforschungsunternehmens Ipsos ein alarmierendes Bild: Die Klimamüdigkeit nimmt weltweit zu – auch in Deutschland.

Nur noch 49 Prozent der Deutschen sehen sich in der Verantwortung gegenüber künftigen Generationen, ein deutlicher Rückgang seit 2021. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen in Politik und Wirtschaft: Lediglich 19 Prozent glauben, dass die Bundesregierung einen klaren Plan im Kampf gegen den Klimawandel hat, während fast die Hälfte skeptisch ist.

Auffällig ist eine Verschiebung der Prioritäten: Für 48 Prozent steht die Bezahlbarkeit von Energie inzwischen im Vordergrund – selbst wenn dies höhere Emissionen bedeutet.

Forderungen nach mehr staatlichem Klimaschutz nehmen ab, ebenso die Erwartungen an Unternehmen. Experten sprechen von einem Wendepunkt: Viele Menschen fühlen sich alleingelassen und erwarten keine Appelle mehr, sondern konkrete, bezahlbare Lösungen von der Politik.


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