Neuer GenTech-Propagandagag - Gummi aus Löwenzahn

Nichts wird so heiss gegessen, wie es vulkanisiert wird

Als eine weitere reine Propaganda-Attacke der GenTech-Lobby muss man wohl die kürzlich vom Informationsdienst Wissenschaft (idw) veröffentlichte Pressemitteilung [1] der Fraunhofer Gesellschaft werten, man hätte einen Weg gefunden, aus dem Milchsaft des Löwenzahns das industriell sehr begehrte Latex bzw. Gummi zu gewinnen.

Vom Standpunkt der Public Relations aus gesehen werden durch diese äusserst geschickt fingierte Zusammenstellung gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Zum einen wird das durch seinen umwelt- und gesundheitsgefährdenden Feinabrieb (Feinstaub) der Fahrzeugreifen in Verruf gekommene Gummi wieder in die Nähe eines Naturprodukts gebracht und gleichzeitig öffentliche Akzeptanz für ein weiteres GenTech-Produkt geschaffen, um diese immer stärker lebensstandardrettenden und gesundheitsrelevanten Funktionen in die Gesellschaft zu integrieren. Autoreifen, Katheterschläuche, Latexhandschuhe, Verschlusskappen von Getränkeflaschen sind einige Beispiele von den etwa 30.000 Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens, die nicht ohne Naturkautschuk auskommen. Autoreifen beispielsweise wären angeblich ohne den Naturkautschuk nicht elastisch genug, hiess es in der Pressemitteilung des idw. Der Grossteil dieses Materials stammt aus Gummibäumen in Südostasien. Vergessen wird dabei vollkommen, dass das Endprodukt Gummi noch eine Vielzahl chemischer Prozesse durchlaufen und chemische Zusätze erhalten muss und somit keinesfalls als "Naturprodukt" verkauft werden kann.

Der von Bäumen gewonnene Kautschuk soll bei manchen empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen, was seinen Einsatz zudem besonders bei Klinikartikeln problematisch macht.

Mehr dazu:
http://www.schattenblick.de/infopool/natur/chemie/chene759.html




[1] http://idw-online.de/de/news331453
09. September 2009
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