Palästinensische und israelische Mütter sind am 24. März 2026 barfuss und Hand in Hand durch die Strassen Roms marschiert, um ein Ende der Gewalt und mehr Mitsprache von Frauen in Friedensverhandlungen zu fordern. Die Aktion mit dem Titel «Barefoot Walk: Mothers’ Call for Peace» bildete den Auftakt zu einer internationalen Mobilisierung.
Angeführt wurde der Marsch von der Palästinenserin Reem Al-Hajajreh von «Women of the Sun» und der Israelin Yael Admi von «Women Wage Peace». Beide Frauen sind für den Friedensnobelpreis nominiert und vertreten Bewegungen, die Tausende Frauen aus beiden Gesellschaften vereinen.
«Während die Kriege weitergehen, werden die Stimmen derjenigen, die den höchsten Preis zahlen – Mütter und Frauen – systematisch ignoriert und aus den Räumen ausgeschlossen, in denen Entscheidungen über ihre Zukunft und die ihrer Kinder getroffen werden», erklärten die beiden Organisatorinnen. «Genug ist genug. Unsere Kinder verdienen bessere Entscheidungen als zu töten oder getötet zu werden.»
Der barfuss geführte Marsch bei Sonnenuntergang symbolisierte Verletzlichkeit und Stärke zugleich. Er endete mit einem a-cappella-Auftritt der Sängerin und Aktivistin MILCK, die mit einem eigenen Lied den Wunsch aller Mütter nach Sicherheit für ihre Kinder zum Ausdruck brachte. Die Veranstaltung umfasste auch ein Treffen mit Papst Franziskus.
Die Mütter berufen sich auf die UNO-Resolution 1325 (Frauen, Frieden und Sicherheit) aus dem Jahr 2000, die eine stärkere Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen fordert. Sie verlangen einen sofortigen und dauerhaften Stopp der Gewalt sowie die Einbindung von Frauen und Müttern in alle Verhandlungen.
Die Aktion in Rom markiert den Beginn weiterer globaler Initiativen, darunter Veranstaltungen in mehreren Ländern, die mit internationalen Gipfeln wie dem G7 in Frankreich zusammenfallen sollen. Die Organisatorinnen betonen, dass Dialog der einzige Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden sei.