Ich fühle mich oft gespalten, getrennt, als wenn ich gar nicht zu mir gehöre. Gleichzeitig habe ich das Gefühl, es ist die Welt um mich herum, die ver-rückt ist: auf allen Ebenen herrscht Chaos, alles scheint sich zu ändern und wird immer komplizierter und undurchsichtiger. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich aus dem Chaos der grosse Wandel, eine Neue Welt, etwas Friedliches entwickeln wird, dass sich das Bewusstsein bei allen Menschen zu einem klaren Bewusstsein des Friedens wandelt; dass alle wieder selbst denken können, und ihre Meinung auch wieder frei aussprechen dürfen (ohne in eine Ecke geschoben zu werden); dass man wieder miteinander (nicht übereinander) redet; dass die «Brandmauern» durch achtsame, verständnisvolle Begegnungen und Gespräche überwunden werden; und anderes mehr.
Aus vielen Umfragen und Studien zeigt sich, dass die absolute Mehrheit der Menschen weltweit FRIEDEN will! Konflikte, Gewalt, Krieg und Ungerechtigkeit werden von den meisten Menschen abgelehnt, unabhängig von Kultur, Religion oder Herkunft.
Trotzdem betreiben die machthabenden Politiker immer wieder Krieg (natürlich ohne eigene physische Beteiligung), sie wollen ja unbedingt den Kapitalismus beibehalten, von dem sie selbst in hohem Masse profitieren.
Wie wir wissen, baut sich der Kapitalismus auf einem grenzenlosen Wachstum der Wirtschaft auf. Ein solches kann es aber in unserer begrenzten Welt nicht geben, bzw. nur dann, wenn ständig alles wieder zerstört wird! Und das geht am schnellsten und gewinnbringendsten durch Krieg! Gründe und Rechtfertigungen für einen Krieg (gegen die «Bösen»!), lassen sich immer erfinden und propagandistisch durch unsere tollen Medien leicht verbreiten, in der Hoffnung, dass die Kriegsbereitschaft des Volkes möglichst schnell gesteigert wird.
Aber: Stell dir vor es ist Krieg, und niemand geht hin!? Können wir unsere jungen Männer und Frauen davon überzeugen, nicht hinzugehen?
In Deutschland haben sich bereits verschiedene Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit unterschiedlichen Aktionen gegen Kriegsbereitschaft, Militarisierung und die Einführung eines neuen Wehrdienstes engagiert (s. a. «KriegsdienstBlocker»): Die Forderungen lauten unter anderem «Nie wieder Wehrpflicht! Nie wieder Krieg!» und richten sich gegen Aufrüstung und Militarisierung. Hoffentlich werden sie noch lauter!, wenn sie z.B. am 3. Oktober in Berlin oder Stuttgart dabei sind. Für diesen Tag wurde von verschiedenen Initiativen zu bundesweiten Demonstrationen aufgerufen unter dem Motto «Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg! Für Frieden, demokratische Rechte und soziale Sicherheit!» (näheres hier) (Auch gibt es eine openPetition, die das Thema Frieden in den Lehrplan fordert — vielleicht magst Du unterschreiben?)
Wieso dürfen trotz allem die Damen und Herren «da oben» mit ihrem Kriegsgebahren einfach so weitermachen? Wir haben doch eine «Demokratie»?: Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus! (Grundgesetz, Art. 20, Abs. 2) — so heisst es zumindest. Aber hat unser bestehendes parlamentarisches Parteien- und Wahlsystem etwas mit echter Demokratie zu tun? Wo gewählte Politiker nach ihrem eigenen Interesse machen können was sie wollen (oder was ihnen von den zahlreichen Lobbyisten der grossen Konzerne nahegelegt wird), auch wenn sie vorher etwas anderes versprochen haben. Sie sind nicht an ihr Mandat gebunden.
Ein gutes Bild von «unserer Demokratie» konnte man sich jetzt bei dem ganzen Wahldebakel im Osten machen: Eine Partei, ganz abgesehen davon, wie «gut» oder «schlecht» sie ist, die aber die Zustimmung von fast der Hälfte der Wahlberechtigten bekommt, sollte verboten werden? Was ist daran demokratisch? Und wer entscheidet, was gut oder schlecht ist?
Warum nehmen wir dieses hierarchisch-patriarchale System immer noch einfach so hin und geben alle paar Jahre brav unsere Stimme ab (!) – und damit unsere Macht!
Sind wir heutigen «zivilisierten» Menschen für eine echte Demokratie überhaupt noch zu gebrauchen?, oder sind wir schon zu verwöhnt und zu bequem, um an einem Wandel zu einer neuen politischen Struktur mitzuarbeiten? «Warum etwas ändern? Uns geht es doch gut!»
Immerhin gibt es Gedanken und Ideen für neue demokratische Strukturen: Schon vor über 100 Jahren unterbreitete z.B. Rudolf Steiner seine Idee der Sozialen Dreigliederung; in der Charta für ein Europa der Menschen und Regionen findet sich die Vision einer neuen Staatsform; Michael von der Lohe hat seine Gedanken und Vorschläge in seinem Rundbrieffür einen umfassenden politischen Wandel niedergeschrieben – um nur einige Beispiele zu nennen.
Aber auch hierzu kann ich nur wieder betonen: Jeder Wandel geht aus der kleinsten Einheit hervor: Sei selbst die Veränderung, die du für die Welt wünschst! Finde Frieden in dir selbst! Frieden kannst Du nur haben, wenn Du ihn gibst. Schicke Friedensgedanken in die Welt!
Und: Sei jeden Montagabend um 21 Uhr, und/oder täglich um 16 Uhr mit dabei, wenn viele Menschen gemeinsam, synergetisch verstärkt ihre Energie ins morphogenetische Feld des Friedens senden. Meine Handywecker erinnert mich rechtzeitig mit schönen Klängen daran und zaubert ein Lächeln in mein Gesicht.