US-Präsident Donald Trump hat mit dem angekündigten „Projekt Freiheit“ die Spannungen rund um die Strasse von Hormus weiter angeheizt. Die Initiative soll nach Angaben Washingtons Handelsschiffen helfen, den Persischen Golf sicher zu verlassen.
Zunächst entstand der Eindruck, die US-Marine werde Schiffe militärisch eskortieren. Regierungsbeamte relativierten dies später und beschrieben das Vorhaben eher als internationale Koordinierungsstelle für Schifffahrt, Versicherer und Staaten.
Kurz darauf erklärte das US-Zentralkommando jedoch, amerikanische Lenkwaffenzerstörer seien in den Golf eingelaufen, um das Projekt zu unterstützen. Zudem hätten zwei US-Handelsschiffe die Meerenge sicher passiert.
Iran wies diese Darstellung zurück und bestritt, dass US-Kriegsschiffe oder Handelsschiffe die Strasse von Hormus durchquert hätten. Auch auf sozialen Medien veröffentlichte Trackingdaten schienen Zweifel an der US-Version zu nähren.
Parallel meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate abgefangene Raketen und Drohnen. Teheran erklärte, keine Angriffe auf die VAE zu planen; in iranischen Kreisen wurde über mögliche False-Flag-Aktionen spekuliert. Die VAE warfen Iran dennoch vor, Zivilisten zu gefährden. Trump behauptete ausserdem, die USA hätten sieben iranische Schnellboote zerstört – eine Darstellung, die Iran ebenfalls zurückwies.