USA weiten Militärschläge gegen angebliche Drogenschmuggler aus
Über 160 Tote bei Angriffen im Pazifik und in der Karibik

Das US-Südkommando (Southcom) hat am Mittwoch im östlichen Pazifik ein weiteres Boot angegriffen und dabei drei Personen getötet. Es handelt sich um den fünften tödlichen Schlag innerhalb von fünf Tagen im Rahmen der Operation Südlicher Speer, die Präsident Donald Trump im September 2025 gestartet hatte. Angeblich will er damit den Drogenhandels in die USA unterbinden. Analysten sehen dahinter allerdings das Streben nach einem Gross-Amerika.

Seit Beginn der Operation kamen mindestens 164 Menschen ums Leben: 95 im Pazifik, 61 in der Karibik und acht an anderen Orten. Zudem gab es zahlreiche nicht tödliche Angriffe. Im März wurden zwei ecuadorianische Fischerboote – die «Negra Francisca Duarte» und die «Don Maca» – in der Nähe der Galapagosinseln attackiert. Eine Drohne setzte eines der Boote in Brand, die Besatzung wurde entwaffnet und an salvadorianische Behörden übergeben.Betroffene Fischer bezeichneten das Vorgehen als kriminell. Rechtsvertreter kündigten Klagen an. Die USA sprechen von Angriffen auf Drogenrouten, während Kritiker von übermässiger Gewalt und möglichen Fehlschlägen bei zivilen Booten sprechen.