Das NATO-Netzwerk hat gesiegt – und die Frage, wie es jetzt weitergeht
Nach dem wuchtigen Nein zur Neutralitätsinitiative: Trauer, Selbstkritik und die Suche nach einem neuen Anfang
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Die Neutralitätsinitiative ist klar gescheitert. Für Christoph Pfluger fühlt sich das an wie der Verlust der Seele der Schweiz – einer neutralen und souveränen Schweiz der Guten Dienste. Ein solcher Verlust lässt sich nicht einfach wegdiskutieren. Man muss ihn betrauern.

Christoph Pfluger weiss: Wer Trauer verdrängt und sofort zum nächsten Kampf übergeht, trägt den Verlust unbewusst mit. Deshalb trägt er drei Monate lang einen Trauerknopf – als Zeichen des Abschieds.

Die Analyse ist unbequem: Warum konnte die Initiative trotz grosser grundsätzlicher Zustimmung zur Neutralität nicht überzeugen? Welche Fehler machte die Kampagne selbst?

Und vor allem: Wie weiter? Pfluger plädiert für unabhängige Medien mit grosser Reichweite, neue Allianzen ausserhalb der etablierten Machtstrukturen und mehr Zusammenarbeit zwischen den vielen kleinen Kräften.

Vielleicht ist das Ende der alten Schweiz nicht nur ein Verlust. Vielleicht zwingt es uns, neu darüber nachzudenken, welche Schweiz wir künftig gemeinsam gestalten wollen.


""Rafael Lutz: Das NATO-Netzwerk in der Schweiz – Wer die Neutralität globalen Machtinteressen opfert. edition Zeitpunkt, 2. rev. Aufl. 2026. 132 S. Fr. 18/€ 20.–

Kommentare

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Das Problem war u.a. für viele, dass die Initiative aus dem Hause SVP kam. Obwohl ich den Leuten empfahl, einfach nur den Gesetzestext zu lesen und dann zu entscheiden, ob man diesem nicht zustimmen wolle, war für viele nicht überzeugend genug. Und ja, ich verstehe sie, denn die Doppelmoral der SVP war unübersehbar. Ich denke, das gilt es beim Versuch, neue Allianzen zu bilden zu beachten.

Jetzt kann man sich noch gegen das Werkzeug der Nato (F-35) wehren:
https://associationcitoyennenonauxf-35.ch/signer-l-initiative

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