Die zwei Gesichter des Transhumanismus
Transhumanismus lässt sich nicht an Einzelpersonen festmachen und allein in unserer Zeit verorten: Er ist ein Phänomen, dessen Grundlagen sich zunächst im Zuge der europäischen Bewusstseinsentwicklung über lange Zeit gebildet haben. Vermutlich musste er entstehen.
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Sinnbild für den Transhumanismus: Die Statue «Janus und Bellona» beim Schloss Schönbrunn in Wien. Foto: Shutterstock

Dritter und letzter Teil des Essays: Wider menschliche Entwicklung, der Transhumanismus und seine Werkzeuge. (Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2)

Transhumanismus hat zwei «Gesichter»: 1. Mit seiner irrational-materialistischen Denkhaltung (001) interpretiert er Mensch und Kosmos zwanghaft als «Maschine», obwohl konsequentes Anwenden naturwissenschaftlicher Methodik zu einem ganz anderen Ergebnis führen muss; mit seinen im voraus das Wissensgebiet einschränkenden Behauptungen, ist sie die Grundlage einer Betrugs-Wissenschaft (002), die als Instrument zur Gewinnmaximierung und Interessendurchsetzung superreicher Eliten dient. 2. Unter seiner «Techno-Hülle», offenbaren sich allerdings elementare Fragen: Transhumanismus kann sich so als Hilfe erweisen, zu den tiefsten Fragen des Menschseins zu kommen.

Der Transhumanismus versteckt sich hinter der KI, von der heute vor allem die Rede ist. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass KI und auch Eugenik in Wirklichkeit Werkzeuge der Akteure des Transhumanismus sind. Doch das ist nur die vordergründige Realität. Als Technik-Religion, als die er sich beim Studium der Schriften seiner literarischen Verkünder entpuppt, verkehrt der Transhumanismus in seinen Aussagen (01) die zentralen Botschaften aller grossen Religionen, besonders der christlichen, die auf individuelle Selbstentwicklung des Menschen setzen. Die verkehrende Transhumanismus-Religion will sich nun an deren Stelle setzen. Es ist jedoch ihrer Janusköpfigkeit zuzuschreiben, dass beim Lesen ihrer «Bibeln» schnell ein Widerstand aufkommt, der gerade die in ihm liegenden wesentlichen Fragen freilegt, Fragen nach dem Neuen Menschen, dem tieferen Sinn der Menschheit, Sterben und Auferstehen und der Herkunft und dem Wohin des Menschen (02).

Man kann den Eindruck gewinnen, dass der dunkle Schatten des Transhumanismus vor allem im Westen derzeit gebraucht wird, um das helle Licht hinter ihm zu finden: Das Licht der Wahrheit, Schönheit, Freiheit und Liebe. Der Transhumanismus wird dann zu Staub zerfallen, wenn dies allseits erkannt ist!

Ausschaltung der Herzenskräfte

Das als «irrational-materialistisch» bezeichnete Bewusstsein nehme ich als seelische Krankheit wahr, die in vielen Schattierungen und Abstufungen weit verbreitet ist. Diese Bewusstseinslage mag auch die Ursache problematischer Entwicklungen auf allen Gebieten des sozialen und politischen Lebens sein. Die Bewusstseinslage der «gewöhnlichen» Menschen zu mechanisieren und zu materialisieren, geschieht

1. durch populäre Romane und Filme (03) und

2. durch wissenschaftlich ausgekühlte, neoliberale Bildungsanstalten, die das künstlerisch-kreative Element subtil in den Hintergrund drängen, das den Menschen «nach oben» öffnen würde. Beides führt dazu, dass transhumanistische Agenden reibungsloser umgesetzt werden können (04). Neoliberalismus und Transhumanismus reichen sich dabei die Hand, denn das durch die Bologna-Reform durchgepeitschte neoliberale Bildungssystem formt Menschen zu Sklaven einer nutzenorientierten Wirtschaftsform und behindert Wahrheitsempfinden, geistige Freiheit und Liebe als Ausdruck des innigen Verständnisses anderer Menschen – zum Vorteil für die transhumanistische Agenda.

Die Vertreter des Transhumanismusbesitzen im Unterschied zu den allermeisten irrational-materialistisch denkenden Menschen die Macht, mittelsManipulation politischer Mechanismen und mithilfe der Werkzeuge «KI» und «Auslese» (Eugenik) den uns bekannten Menschen zu manipulieren und minimieren , eine Idee, die allerdings nicht neu ist Bereits Thomas A. Malthus hatte sie im 19. Jh. in die öffentliche Diskussion getragen (05):

«Es ist ohne Zweifel, dass die Zunahme der Bevölkerung – wie stark auch immer die Zunahme der Lebensmittel sein mag – durch letztere begrenzt werden muss, spätestens dann, wenn die Lebensmittel einmal in den kleinstmöglichen Rationen aufgeteilt wurden, die zum Erhalt des Lebens notwendig sind. […]. Um konsequent zu handeln, sollten wir daher die Vorgänge der Natur, die diese Sterblichkeit hervorrufen, fördern. [...] In unseren Städten sollten wir daher die Strassen enger machen, mehr Menschen in die Häuser drängen und die Rückkehr der Pest fördern. Auf dem Land sollten wir unsere Dörfer in der Nähe von stehenden Gewässern bauen und insbesondere die Ansiedlung in allen sumpfigen und ungesunden Gegenden unterstützen. Allem voran sollten wir Heilmittel für ernste Krankheiten verhindern.»

Der Mathusianismus wird von Vertretern des Transhumanismus bis heute tradiert, obwohl er jeder Wissenschaftlichkeit entbehrt. Er dient zur Rechtfertigung menschenverachtenden Handelns und ist der Grundirrtum des Transhumanismus schlechthin, der weder vom Menschen noch seiner Entwicklung als Menschheit irgend eine Ahnung haben kann, weil ihm die Tiefensicht auf das Geistige vollkommen zu fehlen scheint.

Bei Transhumanisten unterscheide ich

1. die ideologischen Vordenker (Medien-Literatur),

2. die meist kriminellen Akteure und

3. die im Hintergrund stehenden Auftraggeber, Logen/Cliquen/Seilschaften.

Mit Macht und viel Geld, das sie sich im neoliberalen Casino unredlich erworben haben, können soziopathisch-gewalttätige und empathielose transhumanistische Akteure ihre Programme knallhart durchzuziehen. Demokratie? Eine «Lachnummer»! (06). Wir haben es mit «Hirn-Willens-Maschinen» zu tun, die eiskalt denken, für Geld und Ruhm über Leichen gehen, lügen, betrügen und dabei keine Skrupel haben, durch Kriegstreiberei Millionen Menschen in den Abgrund der Existenzlosigkeit oder den leiblichen Tod zu führen (07) (08).

(Hier muss ich einen Moment innehalten – und mich immer wieder fragen, wie Menschen imstande sind, so zu agieren? Ihnen müssen mit Gewalt alle Herzenskräfte ausgetrieben worden sein. Auf welchem Weg das geschehen ist, muss an anderer Stelle weiter erforscht und ausgeführt werden.)

 

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Transhumanistische Vordenker (09)

Die nun folgende Zusammenfassung der Gedanken von vier ausgewählten transhumanistischen Vordenkern zeigt, dass es sich beim Transhumanismus nicht um eine einheitliche Strömung handelt. Verbindend ist ihnen ein (pseudo-)religiöses Element.

1. James Lovelock

James Lovelock ist englischer Naturwissenschaftler, Systemdenker, Darwinist und Mitglied der Royal Society. Zusammen mit Lynn Margulis hat er vor 50 Jahren die Gaia-Hypothese veröffentlicht, nach der die Erde ein lebender Organismus ist, auf dem das Leben einen mehrdimensionalen, nicht-linearen Prozess darstellt. In seinem Buch «Novozän, das kommende Zeitalter der Hyperintelligenz» behauptet er, dass unsere Existenz ein Ausrutscher der Evolution sei. Der gesamte Kosmos bestünde aus Bits. Ein Gegensatz zu diesen Annahmen bildet seine Überzeugung, dass der Mensch als Alleinstellungsmerkmal mit der menschlichen Intelligenz die Welt verstehen könne; der Mensch sei durch den Kosmos zur Selbsterkenntnis erwacht.

Der Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist, dass unsere Erde durch exponentielle Wärmeabgabe der Sonne gefährdet sei. (Wir sehen dieses Denken bereits bei Bertrand Russel, Norbert Wiener, Julian Huxley u.a., die den Kosmos als entropisches, geschlossenes System interpretierten (10)). Wir stünden am Rande der Auslöschung. Deshalb müsse das Zeitalter des Feuers (Anthropozän), durch das Zeitalter des Novozän abgelöst werden, in dem Cyborgs als gütige, liebende und hyperintelligente neue Rasse mit höchsten Fähigkeiten uns Menschen helfen, diese Erwärmung, zu stabilisieren. Denn diese sei nicht einem anthropogenen Klimawandel zuzuschreiben.Lovelocks Denken schwankt zwischen materialistischem, teilweise auch irrational-materialistischem und religiös-spirituellem Denken hin-und her: Durch Intuition könnten wir mehr wissen, als wir sehen. Lovelock ist kein hundertprozentiger Transhumanist. Der Mensch behält bei ihm einen Platz auf der Erde.

2. Nick Bostrom (11)

Der schwedische Philosoph und Wissenschaftler Nick Bostrom hat einflussreiche Arbeiten im Bereich der KI verfasst. Im von ihm mitbegründeten Future of Humanity Institut an der Universität Oxford setzt er sich mit Fragen der Zukunft der Menschheit auseinander. Seine ersten Arbeiten fallen just in die Zeit der Veröffentlichung des Film-Mehrteilers «Matrix» (Teil 3), nachdem er 2003 seinen Bachelor abschloss. Seine ersten, viel diskutierten Thesen fussen auf dessen zentralen Inhalten, zum Beispiel das dritte der drei Szenarien der Menschheitsentwicklung, das er für wahrscheinlich hält: Die Menschheit sei wahrscheinlich eine Simulation einer in der Zukunft lebenden Spezies, die meisten Menschen seien keine echte Menschen, Er glaubt an eine posthumane Gesellschaftsform, bei der hyperintelligente Maschinen sich über den Menschen hinaus entwickeln. Denn er traut Menschen nicht zu, die Entwicklung selbst zu steuern. Sein Denken wird von einer erlösenden Singularität bestimmt, die in wenigen Jahrzehnten eintreffen soll. Seine Idee eines «Endzeitszenarios» trägt dabei religiöse Züge.

Mit seinem Buch «Paths, Dangers, Strategies» (2014) sieht er in der Singularität, die seine Arbeit bis heute durchzieht, auch potenziell katastrophale Folgen. Das zentrale Problem bei KI in Zusammenhang mit der Entstehung einer Superintelligenz (SI), sieht er in der Sicherstellung von menschenfreundlichen Zielen. SI sei so zu kontrollieren, dass sie im Einklang mit menschlichen Werten und Interessen (Value Alignment) stehe. Entsprechend ginge es nicht nur um technische, sondern auch um philosophische, ethische und psychologische Faktoren. Als existenzielles Risiko befürchtet er ein Ereignis der Totalauslöschung der Menschheit oder zumindest eine Einschränkung der Entwicklung, wenn SI ohne Kontrolle bleibt. Dennoch befürwortet er die Entstehung von SI, wenn eine Steigerung der menschlichen Intelligenz durch biotechnologische Optimierung des menschlichen Gehirns durch Gen-Editierung und neuronale Optimierung erreicht wird. Biotechnologische Verbesserung des Menschen stosse aber auch auf ethische und technische Hürden, indem nicht vorhersehbare Nebenwirkungen, soziale Ungleichheiten und Beeinträchtigungen der Identität der Menschen auftreten könnten:

1. Militärische Systeme, die ausser Kontrolle geraten,

2. in Finanz- und Wirtschaftssystemen Spekulationsblasen und Marktcrashs,

3. Umwelt- und Ressourcenmanagement, Störung der Biodiversität durch Gewinnmaximierung.

Schlussendlich fordert er regulatorische Massnahmen als System der Überwachung mittels Ethikgremien, Überwachungsbehörden und internationale Zusammenarbeit. Das klang im Jahr 2014 vielleicht noch gut, aber heute, nach «Corona» und dem Wissen um «Global Gouvernance» (12), nicht mehr.

Alles in allem überwiegt bei Bostrom die Skepsis. Der Mensch ist bei ihm nicht abgeschrieben. Durch gesetzliche Grundlagen sollen menschenfreundliche Ziele einer zu schaffenden Superintelligenz sichergestellt werden.

3. Raymond Kurzweil

Ray Kurzweil, dem US-amerikanischen Autor, Erfinder, Futurist, Leiter der technischen Entwicklung bei Google und zugleich auch profitorientierten Unternehmer, verdankt die Welt so manche Erfindung. Zu Beginn seiner Schrift «Menschheit 2.0» dankt er seiner Familie, die sein Leben mit Sinn, Liebe und Motivation erfüllt und ihn unterstützt. Im Buch dagegen liest man Sätze wie: «Die Krone der Schöpfung muss abdanken.» Also auch seine ihn liebende Familie? - Liebe beruhe darauf, die Ressourcen und Intelligenz mehrerer Maschinen zu verschmelzen und wieder trennen zu können. Man hat den Eindruck, dass der Kurzweil im Kontext seiner geliebten Familie ein anderer ist als der technisch entfesselte Kurzweil in den Kapiteln seines Buchs.

Er möchte das Denken verstehen, beschränkt es von vornherein jedoch ohne nähere Begründung auf elektrische Vorgänge und Algorithmen. Das Denken beruhe auf einem Quellcode, Kognition beruhe darauf, dass unsere Vergangenheit mit einer überbiologischen Zukunft gekoppelt werden müsse. Er träumt von einer bevorstehenden Verschmelzung des biologischen Denkens mit der Maschine. Jedoch kann dem Denken überhaupt ein Quellcode zu Grunde liegen, wenn es sich selbst zu bedenken und «programmieren» in der Lage ist? (13) .

Wir seien fähig, unser Denken zu modellieren und zu erweitern, aber selbstredend nur im Kontext von Bytes und Algorithmen, meint Kurzweil. Tatsächlich können wir unser Gehirn durch das Denken modellieren, man nennt das dann «Neuroplastizität». Aber dass es sich dabei um Algorithmen handle, gehört wieder zu den Unterstellungen, mit denen das zu Beobachtende, das Denken selbst, von vornherein zurechtdefiniert wird. Der Unterschied zwischen Schimpansen und dem Menschen mache nach Kurzweil lediglich ein paar tausend Bytes aus. Wir bestünden aus Mustern , welche die Realität begründen. Veränderungen geschehen dadurch, dass diese Muster ausgetauscht werden, die Muster, die sie bilden, aber bleiben.

Es geht Kurzweil darum, 1. die Umweltverschmutzung und 2. unsere Sterblichkeit zu verhindern. Der physische Körper sei gebrechlich und fehleranfällig, was behoben werden muss. Die Sterblichkeit liege in unseren Händen. Als Massnahme dazu schlägt Kurzweil den Einsatz von Nanorobots vor, die beides positiv zugunsten des Menschen verändern. Eine Überlegung: Kurzweil ist selbst ja auch Mensch. Woher will er wissen, wie es dann besser sein soll? Ist er bereits besser?.

Die Technik der Zukunft werde den heutigen Menschen an Feinheit, Eleganz und Fähigkeiten weit in den Schatten stellen. Durch die Verschmelzung des Menschen mit der Technik werden die Menschen klüger gemacht. Das allerdings ist durch die grosse E-READ-Studie (14) in Frage gestellt. Um durch Technik den Menschen in einen höheren Intelligenzgrad zu versetzen, müsste der Verbesserer bereits besser sein, denn er produziert und programmiert ja die Technik produziert und programmiert. Warum aber braucht es dann noch eine solche Technik?

Schlussendlich glaubt Kurzweil, dass es zu einer Sättigung der Mensch-Maschinen-Intelligenz durch steigenden Ertragszuwachs kommen wird. Unsere Mensch-Maschinen-Intelligenz werde das gesamte Weltall durchdringen. Kurzweil geht bei dieser sich exponentiell beschleunigenden Entwicklung davon aus, dass es im Jahr 2047 zur Singularität kommen wird. Diese hängt allein von der Leistungsfähigkeit von Computern ab und wird einen schlagartigen technischen Fortschritt mit tiefgreifenden Veränderungen mit sich bringen. Die dadurch entstandene Informationstechnik überrunde dann alles Wissen und Können des Menschen, seine Problemlösungsfähigkeiten und die emotionale und moralische Intelligenz des menschlichen Gehirns, denn dem menschlichen Gehirn seien klare Grenzen gesetzt. Wenn dem so ist, muss entweder Kurzweils eigenes Gehirn dieser Begrenzung nicht unterliegen – und dann ginge es ja auch ohne Computer. Auffallend ist, dass bei allen Behauptungen immer der Standpunkt des Behaupters ausgegrenzt wird, denn das kann ja nur derjenige sagen, dessen Gehirn bereits jenseits dieser Grenze zu stehen vermag.

Ray Kurzweil tritt als optimistischer Geist auf. Er wagt sich als irrationaler Materialist jedoch mit seinen Aussagen ständig über sein Wissensgebiet hinaus. Erkenntnistheoretisches Nachdenken findet nicht statt.

4. Yuval Noah Harari

Der Historiker Yuval Noah Harari scheint zwischen transhumanistischen Akteuren, Wissenschaftlern, Philosophen, der grossen Politik und der Bevölkerung eine Brückenfunktion zu erfüllen. Auf dem WEF von 2018 gab er folgendes zum Besten: «Wir sind wahrscheinlich eine der letzten Generationen des Homo Sapiens. […]. Wie genau also werden die zukünftigen Meister des Planeten aussehen? Das wird entschieden werden von denen, die die Daten besitzen. Warum sind Daten so wichtig? Sie sind deshalb wichtig, weil wir den Punkt erreicht haben, wo wir nicht nur Computer, sondern auch Menschen und andere Organismen hacken können. Nun, was braucht man, um einen Menschen zu hacken? 

Man braucht dazu zwei Dinge: grosse Rechenleistung und sehr viele - insbesondere biometrische - Daten. Aber Kontrolle über Daten könnten menschliche Eliten auch dazu befähigen, etwas viel Radikaleres zu tun, als nur digitale Diktaturen zu bilden. Mit dem Hacken von Organismen könnten Eliten die Macht erlangen, die Zukunft des Lebens selbst neu zu konstruieren[…]. Diejenigen, die im Kampf gegen die Irrelevanz scheitern, werden eine neue, «nutzlose Klasse» bilden [...]. Und diese nutzlose Klasse wird durch eine immer grösser werdende Kluft von der immer mächtiger werdenden Elite getrennt sein. […]» (15) Mich erinnert das stark an die «Fabian Society» mit ihrer Anschauung von zu beseitigenden «nutzlosen Fressern».

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In seinem Buch «Homo Deus», setzt Harari pseudoreligiöse Ideenschwerpunkte: Die Stufung Unsterblichkeit - Glück und Macht – gipfele in zu erlangender Göttlichkeit. Er meint nur höchste Götter im Format der griechischen Götter auf dem Olymp. Das erinnert mich an den Film «Percy Jackson and the Olympians», wo die griechischen Menschen-Götter in einer Art Götterpark als Auserlesene herumwandeln. Bei Harari geht es um göttliche Eigenschaften und darum, eine gottgleiche Kontrolle über den biochemischen Unterbau zu erlangen, in dem unsere Organe, Emotionen und Intelligenz auf vielfältige Weise manipuliert würden. Der Upgrade von Menschen zu Göttern geschehe durch 1. Biotechnologie, 2. Cyborg-Technologie und 3. durch Erzeugung nichtorganischer Lebewesen. Es gäbe keinen Grund anzunehmen, dass der Sapiens die letzte Station sei.

Der Tod verstosse eindeutig gegen das Recht auf Leben, er sei eine Art Verbrecher gegen die Menschheit, und es sei ein totaler Krieg gegen ihn zu führen. Das Problem sei eine rein technische Störung. Unsterblichkeit sei «in». Harari meint, diese erreichen zu können, indem die Biochemie, die den Menschen ja angeblich einzig ausmacht, zu manipulieren sei. Angst, Depression und Traumata würden nicht durch Granaten, Sprengfallen und Atombomben verursacht, sondern durch Hormone, Neurotransmitter und neuronale Netze. Daher seien unsere Körper neu zu konzipieren. Der Homo Sapiens sei -mit den Worten Hararis- so umzumodeln, dass er ewige Freude empfinden kann. Mich erinnert das irgendwie an ein ewig lächelndes Skelett. Harari ergänzt das Massnahmenpaket Kurzweils fantasievoll und schlägt vor, Gehirnströme neu auszurichten und neue Gliedmassen wachsen zu lassen.

Der süffige Schreibstil des Historikers Harari, der ähnlich wie Kurzweil immer wieder sein Fachgebiet überschreitet, mag viele Zeitgenossen anregen und interessieren. Wenn man aber die Geschichte, die zum Transhumanismus führt, verstanden hat wird klar: Harari fungiert als Sprachrohr gewisser «Göttermenschen» im «Garten Eden der Auserwählten», der sogenannten «Eliten».

Verkehrte Religion

Die vorige Zusammenfassung der Gedanken von vier ausgewählten transhumanistischen Vordenkern zeigt deutlich, dass ihren Schriften ein (pseudo-)religiöses Element gemeinsam ist.

Religion (lat: religio, von religere, «immer wieder lesen», oder religare, «zurückbinden») bedeutet allgemein die Verbindung des Menschen mit einem Göttlichen, mit der geistigen Welt (16). Bei Wikipedia wird Religion in Zusammenhang gebracht mit dem Glauben an höhere Mächte in Zusammenhang gebracht. Religiöse Praxis beinhaltet kultische und rituelle Elemente. Erinnert werden soll an das geistig-seelische und physische Werden der Menschheit hin zu Selbstbestimmung, Wahrheit, Freiheit und Liebe als grossem Ziel der Evolution (17). Auch der Transhumanist James Lovelock sagt, der Mensch sei «durch den Kosmos zur Selbsterkenntnis erwacht».

Um jedoch zur Selbsterkenntnis erwachen zu können, musste der Mensch aus dem Behütet-Sein der geistigen Welt entlassen werden. Dadurch kann er aus sich diese Verbindung frei und neu herstellen. Die damit auftretende «Verdunklung» zur geistigen Welt identifiziere ich mit der Herrschaft des Patriarchats (18).

Mit den im Zuge des Materialismus aufkommenden Naturwissenschaften und der Ausbildung abstrakt-intellektuellen Denkens im 15. Jahrhundert in Europa konnten die zu staatlichen Machtgebilden gewordenen Religionssysteme keine dem neuen Bewusstsein entsprechenden Antworten auf Fragen wie Herkunft des Menschen, Sinn und Ziel des Daseins, Tod, Geburt usw. mehr geben. Die Menschheit durchläuft daher seit geraumer Zeit einen «geistigen Nullpunkt». Emanuel Todd führt die im 20. Jahrhundert verstärkt auftretende Amoralität und den Nihilismus - besonderes im Westen - auf diesen «Nullpunkt» zurück. (19). Mit dem Nullpunkt löst sich der Nationalstaat in fragmentierte Gesellschaften auf, ein Prozess, den wir zur Zeit verstärkt erleben.

Die neuere Zeit verlangt m.E. allerdings nach der Ausbildung einer individuellen Spiritualität. Das allmähliche Überwinden alter Religionssysteme ist daher für mich auch eine positive Entwicklung.Wo Menschen es jedoch versäum(t)en, eine mit Sinn erfüllte individuelle Spiritualität an die Stelle des Alt-Religiösen zu setzen, kann mit dem transhumanistischen Gedankengut besonders für «betreut denkende» irrational-materialistisch ausgerichtete Menschen eine neue «Religion» in deren Seele einziehen. Diese fungiert, zusammen mit den bestens bekannten«neureligiösen» Schuldkomplexen (Klimazerstörer, Virusverbreiter, Naturzerstörer) als Religionsersatz. Solche Schuldkomplexe hatten auch stark das Alt-Religiöse geprägt. Sie sind die Grundlage transhumanistischer Akteure, Rechts- und Nationalstaatlichkeit zu zerstören, Geschlechterumwandlung schmackhaft zu machen, CO2-Abgaben abzupressen – kurz, das bisherige zivile Leben derart umzuformen, dass es den Rest der Menschheit enteignet und entmündigt. Wir erleben eine Verkehrung des Religiösen durch den Transhumanismus., will er doch im Gegensatz zu jeder berechtigt auftretenden Religion oder spirituellen Praxis dem Menschen als Individuum das Vertrauen, sich aus sich selbst entwickeln zu können, nicht entgegenbringen.

Der Janusköpfigkeit des Transhumanismus ist es geschuldet, dass er unter seiner «Technohülle» Fragen wie die nach dem Neuen Menschen (und der Neuen Menschheit) und dem Tod birgt. Diese sind jedoch neu zu begreifen.

Der «Neue Mensch»

Der gehorsame Technikmensch

Während uns die Götter der alten Religionen gestatteten, dass wir uns selbst beherrschen lernen, träumen Transhumanisten von einem «Neuen Menschen», den sie beherrschen möchten. Der vom göttlichen Schöpfer geschaffene Mensch der alten Religionen stellt in der Verkehrung der Transhumanismus-Neureligion eine Simulationsschöpfung von in der Zukunft lebenden Götter-Aliens dar: Darwin´sche Tier-Menschen zwar als Geschöpfe, aber nicht als Folge eines in der Gegenwart sich zeigenden Ursprungsimpulses, sondern solche, die sich ihre Existenz nur einbilden (20). Um das zu glauben, muss man sich im Denken allerdings schon sehr intensiv «betreuen» lassen. Transhumanisten wollen am Menschen beliebig herumdoktern können, um einen steuerbaren, gehorsamen „Kopf-Runter-Menschen“ zu kreieren.

Kurzweil will durch die Verschmelzung des Menschen mit der Technik die Menschen klüger machen, Harari unsere Körper «ummodeln», Lovelock durch gütige Maschinen alles 10 000 mal schneller ausführen können, um die Menschheit zu retten. Der «mangelhafte» «echte» Mensch muss ersetzt werden, weil er angeblich 1. eine böse Virenschleuder, 2. ein Klima- und Naturschänder, 3. ein unbelehrbar-bestialischer Killer, 4. wenn er keine Organe spenden will, ein unmenschlicher Barbar ist und 5. sich unkontrolliert wie ein Virus vermehrt. Das «transhumanistische Weltgericht» wird - vermutlich laufen Ray Kurzweils oder Nick Bostroms «Singularität» genau darauf hinaus - unter der zukünftigen Führung des «Gottvaters» WHO bei Ungehorsam strafend tätig: Sperrung des Privatkontos, der Krankenhauskarte, Einschränkungen beim Konsum, Autofahrverbot, Ausgangssperren durch Lockdowns u.v.m. Mit «Corona» sahen wir einen Startschuss! Wir erlebten dabei das Ineinanderwirken durchaus berechtigter Kritik (21), geschäftstüchtiger Kriminalität und den Versuch der technischen Umlenkung der menschlichen Evolution.

Die «Schuldhaftigkeit», die der Mensch braucht, um aus innerer Einsicht weiterzukommen - denn wir lernen nun einmal aus Fehlern - ruft angeblich nach einem verbesserten, ewig-schuldfreien Menschen oder gar seinem technischen Ersatz. Schuld darf nicht mehr sein: Das klingt doch gut? Entweder wird der Mensch generell durch «gütige-liebende» Cyborgs ersetzt oder durch Technik «optimiert». Beides wird mit Hochdruck verfolgt.

Schaut man unbefangen auf diese Spekulationen, stellt sich in berechtigter Weise die Frage nach einem «Neuen Menschen». Doch wie soll er denn nun aussehen, wenn nicht so, we ihn sich Transhumanisten denken?

Der «Neue Mensch» der christlichen Weisheit

Das Christliche beschreibt in Form von «Leitsätzen» den aus sich selbst sich weiter entwickelnden Menschen, der sich dabei Christus zuwendet. Die Evangelien und Paulusbriefe beschreiben in Bildern, Metaphern und Gleichnissen den Neuen Menschen während das Buch der Apokalypse in Verschlüsselungen die Zukunft der Menschheit und des ganzen geistigen Kosmos schildert. Diese Texte müssen heute allerdings neu erschlossen werden.

Die Entwicklung des Menschen wird in den «Seligpreisungen» in der Bergpredigt des Matthäusevangeliums in Form von Anweisungen gegeben, deren Umsetzung den Menschen in seinem höheren Wesen umformen können (22). Im 5. Kapitel dieses Evangeliums liest man folgende Sätze:

14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. 15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. 16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Der Mensch wird hier als Licht bezeichnet, das sein Tun offenbart. Er wird als aus sich Handelnder gewürdigt mit dem Anspruch, Gott durch soziales Handeln zu preisen.

Zum unvollendeten Menschen und seiner Weiterentwicklung äussert sich Paulus im 3. Kapitel des Römerbriefs folgendermassen:

9 Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorzug? Gar keinen. Denn wir haben soeben bewiesen, dass alle, Juden wie Griechen, unter der Sünde sind, 10 wie geschrieben steht: «Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. 11 Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. 12 Alle sind sie abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer. 13 Ihr Rachen ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen betrügen sie, Otterngift ist unter ihren Lippen. 14 Ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit. 15 Ihre Füsse eilen, Blut zu vergiessen; 16 auf ihren Wegen ist lauter Zerstörung und Elend, 17 und den Weg des Friedens kennen sie nicht. 18 Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen.» 19 Wir wissen aber: Was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf dass jeder Mund gestopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei. 20 Denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch vor ihm gerecht sein. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.

Das ist leider immer noch ziemlich aktuell!

In der Verbindung zu Christus sieht Paulus im 8. Kapitel des Römerbriefs die Kraft zur Weiterentwicklung:

10 Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen. 11 Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Menschliche Gemeinschaft als sozialer Mitleidens-, Achtsamkeits- und Fürsorge-Organismus stellt sich Paulus im 12. Kapitel seines ersten Korintherbriefs so vor:

13 Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt. 14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. 15 Wenn nun der Fuss spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört er deshalb etwa nicht zum Leib? 16 Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib!, gehört es deshalb etwa nicht zum Leib? 17 Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? Wenn er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch? 18 Nun aber hat Gott die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er gewollt hat. 19 Wenn aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib? 20 Nun aber sind es viele Glieder, aber der Leib ist einer. 21 Das Auge kann nicht sagen zu der Hand: Ich brauche dich nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füssen: Ich brauche euch nicht. 22 Vielmehr sind die Glieder des Leibes, die uns schwächer erscheinen, die nötigsten; 23 und die uns weniger ehrbar erscheinen, die umkleiden wir mit besonderer Ehre; und die wenig ansehnlich sind, haben bei uns besonderes Ansehen; 24 denn was an uns ansehnlich ist, bedarf dessen nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied höhere Ehre gegeben, 25 auf dass im Leib keine Spaltung sei, sondern die Glieder einträchtig für einander sorgen. 26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit, und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. 27 Ihr aber seid der Leib Christi und jeder Einzelne ein Glied.

In diesem alten und zugleich immer noch zukunftsträchtigenText kommt eine tiefe Mitmenschlichkeit zum Ausdruck, die in radikalem Gegensatz zu Thomas A. Malthus‘ Denken und damit dem gesamten Transhumanismus steht.

Der Streit um den Menschen im Mittelalter

Das Werk In Rufinum des spätantiken Dichters Claudius Claudianus, kurz Claudian (370 bis 405 n. Chr.), das dieser als Schmähgedicht gegen Flavius Rufinus (Prätoriumspräfekt am Hof in Konstantinopel von 392 bis 395 n. Chr. ) gerichtet hatte, charakterisiert den Menschen überhaupt als unausweichlich lasterhaftes Wesen, der die Welt ins Verderben stürzt. Er traute ihm nicht zu, sich von diesen Lastern selbst zu befreien. Dagegen wandte sich 700 Jahre später ein mächtiger mittelalterlicher Geist: Alanus ab Insulis (um 1120 – 1202) in seinem Hauptwerk der Anticlaudian. Für ihn ist der Mensch entwicklungsfähig; er kann sich seinem tugendhaften Idealbild immer mehr annähern, eine Haltung, die u.a. auch Johann Gottfried Herder im 19. Jahrhundert vertreten hat. Im Anticlaudian zeigt uns Alanus die Göttin Natura, die den idealen Menschen schaffen will. Da dieses Werk ihre Kräfte übersteigt, ruft sie ihre himmlischen Schwestern: die Eintracht, die Jugend, die Bescheidenheit, die Vernunft (Ratio), die Klugheit (Prudentia), den Glauben (Fides, lat. weiblich), die Frömmigkeit und andere mehr. In grossen Bildern lässt er Prudentia als Gesandte zu Gott senden mit der Bitte, er möge das Werk der Natura vollenden. Ohne das, was man früher als Tugend bezeichnet hatte, und ohne Glaube an Gott kann der Mensch nicht zur Überwindung seiner Schwächen kommen.

Der neuere Streit um den Menschen

Peter Sloterdijk hat im Jahre 1999 in seinem Aufsatz «Regeln für den Menschenpark» als Antwort auf Martin Heideggers Brief an den Humanismus (23), Zweifel darüber geäussert, dass es der Mensch mit Techniken der Selbstzähmung schaffen kann, seine eigene Bestialität in Griff zu bekommen. Wer nur schon auf den von der israelischen Regierung seit 2023 in Gaza betrieben Völkermord und den vorhergehenden brutalen Terrorakt durch die Hamas oder auch auf die Vernichtung der ukrainischen Kultur und Bevölkerung seit Februar 2022 blickt, kommt nicht umhin zuzugeben, dass menschliche Bestialität real ist. Gegenüber früheren Zeiten - zum Beispiel dem Mord an den Templern oder auch an den Albigensern - scheint sich kaum etwas geändert zu haben. Auch wenn zusätzlich mit einem gewissen Recht auf Experimente wie das Milgram-Experiment (1982) (24) hingewiesen wird, kann jedoch nicht in generalisierender Weise allen Menschen Bestialität unterstellt werden, denn es gibt entwickeltere und weniger entwickelte Menschen, und wer kennt schon alle Menschen?

Weil der irrationale Materialismus von einem höheren Wesen des Menschen nichts wissen will, kann er auch nicht verstehen, dass sich der Mensch selbst weiterentwickeln kann und muss. Das lässt es zu unserer Aufgabe werden, mit einer «neuen Wissenschaft» den Menschen tiefer verstehen zu lernen.

Die Todesangst des Materialismus (25)

Bereits der normale Materialismus seit der Neuzeit ist von der Angst vor dem Tode geprägt. Bevor er sich nicht durch Forschen zur Einsicht durchringen kann, dass das Leben selbst nicht materieller Natur ist, verwechselt er Sein mit materiellem Sein. Ist das Wesen identisch mit materiellem Wesen, stirbt das Wesen vollständig. Kann der normale Materialismus jedoch tatsächlich zur Einsicht kommen, dass das Wesen nicht mit seiner physischen Erscheinung identisch ist, verharrt der irrationale Materialismus in Todesangst.

Die Todesängste des irrationalen Materialismus

James Lovelocks Denken ist nicht von der üblichen Angst vor dem individuellen Tod, sondern mehr von Gedanken des Untergangs der gesamten Menschheit geprägt, was ihn zum Ausspruch bewegt, dass mit dem Aussterben der Menschheit auch der «wissende Kosmos» stirbt! Er hätte zweifellos Recht, wenn die Menschheit tatsächlich aussterben könnte. Dies ist aber nicht der Fall (26).- Ray Kurzweil meint, dass die Sterblichkeit in unseren Händen liege. Die angeblich technische Beherrschung des Lebens lässt ihn glauben, dass der Tod lediglich ein technisches Problem sei.

Für Yuval Noah Harari ist der Tod ein Verbrecher gegen die Menschheit, gegen den ein totaler Krieg zu führen sei. Die Todesangst lässt reiche und mächtige Menschen mit viel Geld merkwürdige Dinge tun (27).

Die christliche Weisheit

Im Evangelium nach Johannes (Joh 12,24) steht zu lesen: «Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht». Dieses tiefsinnige Bild klärt über die wahre Bedeutung des Todes auf: Das Weizenkorn ist ja nicht die Pflanze, die daraus hervorgeht. Sie kann aber nur daraus hervorgehen, wenn ihr Ursprung stirbt, sprich in das «Grab der Erde» versenkt wird. Zugleich ist es das Bild des Leibes Christi, der in das «Erdengrab» versenkt wird, damit er auferstehen kann. Das Neue kann nur kommen, wenn Altes stirbt: «Stirb und Werde».

Bei Paulus steht im 6. Kapitel des Römerbriefs folgendes zu lesen:

6 Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. 7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. 8 Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, 9 und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen.

Der Mensch durchläuft gegenwärtig eine Phase der Evolution, in der er seine materielle Vergänglichkeit erlebt und gerade dadurch sein unvergängliches höheres Wesen erkennen lernt. Auf einer Ebene muss der Mensch sterben, damit auf einer höheren Ebene geistige Entwicklung möglich ist (28). Wer den physischen Tod ablehnt, ihn als Feind betrachtet, unterbindet (karmische) Entwicklung.

Dritter und letzter Teil des Essays: Wider menschliche Entwicklung, der Transhumanismus und seine Werkzeuge. (Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2)

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Anmerkungen

(001) Das auf den Kopf gestellte Kreuz ist ein Symbol satanistischer Cliquen und Seilschaften.

(002) Die Antworten zu diesen Fragen liefern allerdings nicht die bekannten Weisheitsschriften sondern eine dem Neuen Menschen angemessene neue Wissenschaft, die eine andere Forschungsmethode gebraucht, als sie bei den Naturwissenschaften üblich ist . Erst auf diesem Wege ist dem Fragen intellektueller Menschen Genüge getan, die durch das Aufkommen der Naturwissenschaften voll berechtigt sind. Weiteres zu diesem umfangreichen Thema: https://anthrowiki.at/Anthroposophie.

(01) Im 2. Text dieser Trilogie habe ich die Abgrenzung zwischen den Begriffen „Materialismus“ und „irrationaler Materialismus“ (Kapitel: Geistige Sklerose, irrationaler Materialismus) vorgenommen: https://www.zeitpunkt.ch/ohne-den-menschen

(02) Ein top brisantes Beispiel ist die „Virologie“, der Marvin Haberland, Pressesprecher des Wissenschaftsnetzwerkes „Next Level“ mit gutem Grund Wissenschaftlichkeit abspricht (zum Bsp. https://www.youtube.com/watch?v=zghoCu6_bgo&t=1033s). Diese Pseudowissenschaft dient gewinnträchtigen Konzernen als Geschäftsmodell, wie die Corona-P(l)andemie bewiesen hat.

(03) Zum Beispiel der Kultfilm Matrix oder die Romane des populären Buchautors Dan Brown (Tom Hanks als Professor Langdon): sie thematisieren alle hier angesprochenen transhumanistischen Themen, die sich auf diese Weise der Öffentlichkeit einprägen. Besonders: „Der Da Vinci-Code“ (Infragestellung des Christus), „Inferno“ (künstliche Virenseuchen als Mittel zur Weltbevölkerungsdezimierung) und „Origine“ (KI als Superintelligenz macht sich tödlich selbstständig) usw..

(04) Obwohl längst falsifiziert, findet die Virustheorie seit Jahrzehnten Verbreitung via Bildung und Filme; sie hat sich derart in die Köpfe der unkritischen Bevölkerungen eingebrannt, dass die „Corona-Macher“ bisher leichte Hand hatten und Pandemiemanagement durch die WHO von sehr vielen Menschen als selbstverständlich angenommen wird. Würden jedoch die Tatsachen ernst genommen, müssten sich alle Pandemiebehauptungen in Luft auflösen, und würde bekannt, dass es in der Geschichte der Medizin auch nicht ein einziges Mal gelungen ist zu belegen, dass jemand jemanden mittels Erreger anstecken kann, fiele auch das Impfen wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Siehe zum Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=zghoCu6_bgo&t=1038s.

(05) https://www.econlib.org/library/Malthus/malPlong.html?chapter_num=1#book-reader, „Of the Consequences of pursuing the opposite Mode, Book IV, Chapter V“.

(06) Die transhumanistischen Mitbegründer der „Datenkrake“ Palantir Peter Thiel und dessen gegenwärtiger CEO Alexander Karp, sind Vertreter des sogenannten Libertarismus. „Aber das Wort «Libertarianism» hat sich inzwischen in den Vereinigten Staaten weitgehend durchgesetzt. Es entspricht dem Kanon eines erneuerten klassischen Liberalismus und basiert vor allem auf einem begrenzten, ja sogar sehr begrenzten Staat.“ (https://www.libinst.ch/denkanstoesse/was-bedeutet-libertaer/). Staatsbegrenzung bedeutet natürlich Begrenzung der Demokratie!

(07) Im Interview mit dem Filmemacher Klaus Stern (https://www.hessenschau.de/kultur/film-doku-von-klaus-stern-watching-you---die-welt-von-palantir-und-alex-karp-v1,klaus-stern-interview-100.html) liest man folgendes: „Andere sagen, dass die Palantir-Software dazu benutzt wird, um Leute zu töten. Zum Beispiel der ehemalige CIA-Chef Michael Hayden, der klar macht: "Natürlich töten wir auf Basis von Metadaten Menschen." Das gibt auch Karp ganz offen zu.“ - Ernst Wolff weist in seinem Interview mit Simon Azzaoui darauf hin, dass Palantir die Kriegsziele für die CIA, die Koordinaten zum Bombardement in Gaza und in der Ukraine organisiert hat und damit zum Hauptmittäter von Massenmord und Völkermord wird. https://www.youtube.com/watch?v=eryn41EJbBo).

(08) Ein krasser Fall von Lügen und Manipulation, der zur Massentötung in Zusammenhang mit „Corona“ geführt haben könnte, ist die Vorsitzende des Ethikrates Alena Buyx, die Kraft ihres Amtes und als Wissenschaftlerin während der Corona-Zeit, in Zusammenhang mit der Impfverweigerung des Fussballstars Joshua Kimmich, Impfen als „moralische Pflicht“ bezeichnet hatte. Sie hat dies in der Enquete-Kommission lediglich als „persönliche Meinung“ heruntergespielt, was klar gelogen war (https://www.youtube.com/watch?v=N19Bn_m9CDI). Mit ihrem Gewicht in ihrer Stellung auch als Beraterin der Bundesregierung musste ihr klar sein, dass dies enormen Druck auf eine an sich freiwillige Entscheidung vieler Menschen ausüben wird. Es ist zu hoffen dass dieser Fall dreister Verdrehungen zu einer Untersuchungskommission führen wird.

(09) Die Textpassagen zu vier Transhumanisten beruhen auf ausgewählten Textpassagen und Zitaten aus schriftlichen Werken oder Zeugnissen, die im Internet abgerufen werden können. In eckigen Klammern sind jeweils Kommentare des Verfassers dieses Textes eingefügt.

(10) Siehe https://zeitpunkt.ch/der-kampf-um-den-menschen, Kapitel „ 1. Neuer Feudalismus als Herrenmenschentum“ samt Anmerkungen.

(11) Quellen zu Angaben der Sichtweisen und Theorien von Nick Bostrom: 1. Allgemein: https://gpt5.blog/nick-bostrom/,https://zukunftsredner.com/redner/profil/nick-bostrom/, https://de.wikipedia.org/wiki/Nick_Bostrom ; 2. Simulationshypothese: https://de.wikipedia.org/wiki/Simulationshypothese, https://www.nzz.ch/wissenschaft/digitale-physik-leben-wir-in-einer-computersimulation-ld.1526649.

(12) Siehe Anmerkung 10

(13) Es war der österreichische Mathematiker Kurt Gödel, der das entropische Weltbild, das sich seit dem 19. Jahrhundert durchsetzen konnte, infrage stellte. In seinem Unvollständigkeitssatz bewies er, dass jedes widerspruchsfreie, hinreichend mächtige mathematische System wahre Sätze enthält, die aus den Axiomen weder bewiesen noch widerlegt werden können. Selbst wenn man die Menge der Axiome um diese Sätze erweiterte, ließen sich stets neue, nicht beweisbare Sätze konstruieren. Ein anderer wichtiger Beitrag Gödels war der Nachweis, dass „logische Systeme als selbstreflexive sich nicht selbst reflektieren können“. Daraus leite ich ab: Das Denken als Folge von Algorithmen zu erklären muss scheitern, denn für diese Erklärung bedarf es ja gerade des Denkens, das kein irgendwie anderes, jenseitiges a priorisches u.s.w. sein kann. Das Denken des Bedachten muss in die Betrachtung mit einbezogen werden und kann deshalb nur ausserhalb des aktuell bedachten Systems stehen, weshalb es eben dann gerade kein Algorithmus ist. Anders ausgedrückt: Wenn ich mittels des Denkens die Realität von Algorithmen begreifen kann, kann dieses Denken selbst kein Algorithmus sein. Rudolf Steiner hat ein halbes Jahrhundert vorher in seiner „Philosophie der Freiheit“ die behauptete materiell-mathematische Natur des Denkens erkenntnistheoretisch widerlegt, dazu stellvertretend zwei Zitate: „Ich möchte nun einen weitverbreiteten Irrtum noch erwähnen, der in Bezug auf das Denken herrscht. Er besteht darin, dass man sagt: das Denken, so wie es an sich selbst ist, ist uns nirgends gegeben. Das Denken, das die Beobachtungen unserer Erfahrungen verbindet und mit einem Netz von Begriffen durchspinnt, sei durchaus nicht dasselbe, wie dasjenige, das wir hinterher wieder von den Gegenständen der Beobachtung her- ausschälen und zum Gegenstande unserer Betrachtung machen. Was wir erst unbewusst in die Dinge hineinweben, sei ein ganz anderes, als was wir dann mit Bewusstsein wieder herauslösen. Wer so schließt, der begreift nicht, dass es ihm auf diese Art gar nicht möglich ist, dem Denken zu entschlüpfen. Ich kann aus dem Denken gar nicht herauskommen, wenn ich das Denken betrachten will“ (Ph.d. F., S. 50) . Und weiter: „Die unbefangene Beobachtung ergibt, dass nichts zum Wesen des Denkens gerechnet werden kann, was nicht im Denken selbst gefunden wird. Man kann nicht zu etwas kommen, was das Denken bewirkt, wenn man den Bereich des Denkens verlässt“ (Ph.d. F., S. 56).

(14) Zur E-Read-Studie der EU:https://www.researchgate.net/publication/294633606_The_evolution_of_reading_in_the_age_of_digitisation_An_integrative_framework_for_reading_research

(15) https://achern-weiss-bescheid.de/2022/03/24/yuval-noah-harari-qa-session-at-the-wef-annual-meeting-2018/, https://www.youtube.com/watch?v=rvjHVPLfwng

(16) https://anthrowiki.at/Religion, https://de.wikipedia.org/wiki/Religion.

(17) Dieser Gedanke wurde im 2. Teil dieser Triologie abgehandelt:

(18) Ich sehe, im Gegensatz zu vielen Vertretern der Patriarchatsforschung das Phänomen des „Patriarchats“, also die „Herrschaft von Menschen über Menschen“ mittels Krieg, Enteignung/Privatisierung, Zerstörung von „Mutter Erde“, deren Ersatz durch Technik usw. (was der transhumanistischen Agenda entspricht), nicht als „Projekt“ seit Jahrtausenden, als allmählich weltweit die Matriarchate ersetzt wurden (mit zahlreichen verschiedenen Theorien, wie das entstanden sein soll wie zum Bsp. die „Saharasis-Theorie von James de Meo“), das evtl. auch ganz anders hätte verlaufen können. Ichttps://www.zeitpunkt.ch/ohne-den-menschenh identifiziere vielmehr den Bewusstseinszustand, der dieser Bestrebung unterliegt, Herrschaft ausüben zu wollen, als Grund: Das allmähliche Entstehen der Intellektualität und Individualität als Stufe zur Freiheit des Menschen hat in seinen Vorzeiten mit diesem Entstehen auch diese Herrschaftsform mit allen Zerstörungen und Vernichtungen mit sich gebracht. Erst mit dem Überwinden dieser Bewusstseinsphase wird auch das Patriarchat überwunden werden. - Ich stimme aber den Analysen, auch wenn einige „Interpretationen von archäologischen Funden“ für mich zu hinterfragen sind, den Pionierinnen Heide Göttner-Abendroth und Claudia von Werlhof in ihren Beschreibungen dieses Phänomens zu.

(19) Emanuel Todd: „Der Westen im Niedergang, Ökonomie, Kultur und Religion im freien Fall“, Westend- Verlag, S. 135 ff. - Er weist vor allem auf die allmähliche Dechristianisierung als Ursache der Schaffung kollektiver Ersatzglaubensmuster hin (vor allem politische Ideologien, die zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert erschaffen wurden), in denen doch immerhin noch bestimmte Werte und Sitten bestanden (als „Zombiereligion“ bezeichnet); darauf folgt die Stufe eines religiösen Vakuums, wenn alle Ersatzglaubensmuster verschwinden (Nullpunkt) und schliesslich die Fragmentierung der Gesellschaften in Europa und den USA. Am Ursprung und im Herz der westlichen Entwicklung sieht er den Protestantismus als Quelle der Überlegenheit des Westens und sein Tod sei der Grund für dessen Zerfall (S. 122). - Todd beschreibt die komplexe Entwicklung Europas in linearer Art in Zusammenhang mit seiner religiösen Entwicklung. Was m.E. fehlt ist ein Blick auf die höheren Zusammenhänge dieser Entwicklung, die man nur findet, wenn man eine Idee der gleichzeitig stattfindenden Bewusstseinsentwicklung hat. Einen solchen Blick bekommt man, wenn die anthroposophische Geisteswissenschaft einbezogen wird.

(20) Siehe Anmerkung 11

(21) Es ist das eine, kirchliche und autokratische Adelsmacht als unzeitgemäss abzuschaffen. Aber musste deshalb die grandiose 5-schiffige Basilika in Cluny -um nur ein prominentes Beispiel zu nennen- gleich abgebrochen, und mit ihrem West-Tympanon, einem der grössten Kunstwerke mittelalterlicher Plastik, Strassen in Paris gepflastert werden? Wenn Eliten und Nachfolge-Adlige solches Treiben als Handlungsergebnis einer rauen Horde empfinden - im Gegensatz zum Individuum, ist menschliches Tun in Horden unvernünftig- kann ich dafür ein Verständnis aufbringen. Doch rechtfertigt dies im Gegenzug, alle Bevölkerungen über einen Kamm scherend gleich als „Mob“ zu identifizieren? Zweifellos gibt es recht viele Menschen der normalen zivilen Bevölkerungen, die aus Niederträchtigkeit schlimme Dinge tun, wie den Müll in der schönen Natur zu entsorgen, das Praktizieren eines völlig masslosen Konsums oder primitivste Umgangsformen in Internetforen – um nur drei Beispiele zu nennen. Zur Niederträchtigkeit gehört aber genauso der Umgang der Kirchen mit ihren Gläubigen während der Corona-Zeit.

(22) https://anthrowiki.at/Seligpreisungen

(23) Heidegger: https://www.florian-roth.com/wp-content/uploads/2020/01/Heidegger_Humanismusbrief_MS.pdf,https://sites.google.com/view/philosophy-texts/20th-century/phenomenology/martin-heidegger/heidegger-brief-über-den-humanismus, Sloterdijk: https://menschenpark.tripod.com

(24) https://eo-vmw-jwpa.ku.de/journalistik/methoden/methoden-der-empirischen-sozialforschung/experiment/beispiele-beruehmter-experimente/milgram-experiment/

(25) Ich habe auf der Plattform Manova zu diesem Themenkomplex einen Artikel veröffentlicht: https://www.manova.news/artikel/altern-und-bewusstsein.

(26) https://anthrowiki.at/Menschheit. Ergänzend zu den Aussagen dieses Artikels sind aus Sicht der anthroposophisch erweiterten Geisteswissenschaft seit der Entstehung der heutigen Menschheit in urferner Vergangenheit keine Menschen hinzugekommen. Die Frage, wieviele Menschen sich in einer Epoche jeweils auf Erden zugleich inkarnieren ist vielschichtig. Die Vorstellungen der Menschheit als eine sich wie ein Virus verbreitende Plage ist doppelter Hinsicht unsinnig: Ersten gibt es diese Viren nicht und zweitens handelt es sich bei Menschen nicht um unkontrollierbare Plagen im Sinne sich ewig vermehrender Karnickelbeststände.

(27) Zum Sinn/Unsinn sog. „kryogenen Einfrierens“: https://www.geo.de/wissen/gesundheit/ewiges-leben—warum-sich-kryoniker-nach-dem-tod-einfrieren-lassen-34690488.html. Diese Vorstellung beruht auf der irrational-materialistischen Vorstellung, dass das Wesen Mensch mit seiner Physis identisch ist. Indem man den Körper einfriert, kann er – so wird geglaubt- nach dem Auftauen wieder weiterleben wie ein eigefrorenes Steak nach langer Zeit immer noch geniessbar bleibt. Dies belegt die Angst vor dem Tode gerade bei transhumanistisch gesinnten Menschen und ein Ignorieren geisteswissenschaftlicher Tatschen.

(28) Siehe Anmerkung 25

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