Angesichts stark steigender Ölpreise hebt die US-Regierung unter Präsident Trump die Sanktionen auf rund 140 Millionen Barrel iranisches Öl auf See vorübergehend auf. Finanzminister Scott Bessent erklärte, das Öl solle nicht nach China, sondern in Länder wie Indien, Japan oder Indonesien fliessen.
«Wir setzen die iranischen Barrel gegen die Iraner ein, um den Preis in den nächsten 10 bis 14 Tagen niedrig zu halten», sagte er.Hintergrund ist die Schliessung der Strasse von Hormuz durch den Iran nach US- und israelischen Angriffen, bei denen Oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Die Ölpreise stiegen von 53 auf 97 Dollar pro Barrel.
Trump hatte Verbündete aufgefordert, die Seeroute zu öffnen, doch Kanada, Deutschland und Belgien lehnten ab. Belgiens Ministerpräsident Bart De Wever forderte gar eine rasche Annäherung an Russland: «Wir müssen die Beziehungen zu Russland normalisieren und Zugang zu günstiger Energie zurückgewinnen. Das ist gesunder Menschenverstand.»
Kritiker sprechen von einem «demütigenden Kurswechsel». Aaron Bastani von Novara Media nannte den Konflikt «den dümmsten Krieg der Menschheitsgeschichte». Der Bericht warnt, der Konflikt könne sich der Kontrolle Washingtons entziehen und dem amerikanischen Einfluss schweren Schaden zufügen.