Die erste KI-Unterschicht wird laut einer neuen Analyse unter dem Titel « The First AI Underclass Will Be Its Builders» nicht aus Arbeitslosen bestehen, sondern aus hochqualifizierten Menschen, die zwar mit KI arbeiten, aber keine Kontrolle über die Systeme besitzen. Betroffen seien Ingenieure, Designer, Analysten oder Entwickler, deren Wissen einst als Schlüssel zu Wohlstand galt.
Die zentrale Verschiebung: Künstliche Intelligenz macht nicht primär Jobs überflüssig, sondern entwertet die Verhandlungsmacht derjenigen, die bisher als unersetzlich galten. Programmierer würden zu Aufsehern automatisierter Systeme, Juniorstellen verschwänden, ganze Karriereleitern würden automatisiert.
Während Arbeitnehmer produktiver werden, fliesst der wirtschaftliche Gewinn laut der Analyse vor allem an Besitzer von Rechenleistung, KI-Modellen, Plattformen und Kapital. Der Zugang zu KI bedeute deshalb noch keine Macht.
Die Analyse beschreibt eine neue gesellschaftliche Ordnung: oben stehen Eigentümer von Daten, Modellen und Infrastruktur, darunter eine grosse Klasse «KI-unterstützter» Wissensarbeiter ohne echte Kontrolle. Die Gefahr bestehe weniger in Massenarbeitslosigkeit als in einer Gesellschaft, in der Menschen zwar eingebunden bleiben, aber ihren Einfluss und ihre Eigenständigkeit verlieren.