Berichten zufolge überzeugte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu US-Präsident Donald Trump, den Krieg gegen Iran zu beginnen – gestützt auf die Annahme, ein Angriff würde einen Volksaufstand auslösen. Laut Reuters und der The New York Times versprach Israel, gezielte „Enthauptungsschläge“ gegen die Führung würden die iranische Regierung destabilisieren und zu einem schnellen Zusammenbruch führen.
Diese Einschätzung erwies sich offensichtlich als falsch. Weder kam es zu einem Aufstand, noch zeigte sich eine Schwächung der iranischen Regierung. Stattdessen reagierte Iran mit militärischer Eskalation.
Zweifel an dieser Strategie hatte aber es bereits im Vorfeld gegeben. Die Central Intelligence Agency ging davon aus, dass ein getöteter Führer lediglich durch einen Hardliner ersetzt würde. Trump schenkte den Einschätzung des israelischen Geheimdienstes Mossad offenbar mehr Glauben als den eigenen Diensten.
Die Analyse legt nahe, dass die Erwartung eines Regimewechsels ein zentraler strategischer Fehler war – mit erheblichen Folgen für die Dynamik des Konflikts im Nahen Osten.