Die Bewegung Aufrecht Schweiz hat die Ja-Parole zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» beschlossen. Sie begründet dies mit der aus ihrer Sicht zu hohen Zuwanderung und dem Verlust der politischen Kontrolle über die Einwanderung. Hauptursache sei die Personenfreizügigkeit mit der EU, hinzu komme die Asylmigration. Kritisiert wird zudem, dass bestehende Gesetze und internationale Abkommen wie Schengen-Dublin nach Ansicht der Bewegung nicht konsequent umgesetzt würden.
Aufrecht betont, dass eine in der Verfassung festgeschriebene Bevölkerungsobergrenze aus freiheitlicher Sicht eigentlich nicht der bevorzugte Weg wäre. Mangels wirksamer Alternativen sei die Initiative jedoch notwendig, um Politik und Verwaltung zum Handeln zu bewegen.
Eine Annahme der Vorlage würde nach Einschätzung der Bewegung eine Neuverhandlung der Personenfreizügigkeit mit der EU erforderlich machen. Gleichzeitig wird bezweifelt, dass die bisherige Zuwanderung den häufig beklagten Fachkräftemangel tatsächlich wirksam lindert. Mit dem Ja zur Initiative will Aufrecht nach eigenen Angaben eine stärkere nationale Steuerung der Migration erreichen.
Quelle: Newsletter von aufrecht vom 9. 6.2026