In der Schweiz kassieren Haus- und Landbesitzer Jahr für Jahr Milliarden Franken an unverdienten Bodenrenten. Bodenpreise haben sich in 25 Jahren verdreifacht, in Zürich sogar vervierfacht – pure Wertsteigerung durch Bevölkerungswachstum, Zonungen, Infrastruktur und staatliche Eingriffe. Die Besitzer müssen nichts tun: Ein Haus für 1 Mio. Franken vor 25 Jahren bringt heute oft 1 Mio. Gewinn – steuerlich kaum belastet.
Urs P. Gasche kritisiert in Infosperber: Diese «Bodenlosen Bodengewinne» entstehen ohne eigene Leistung, während Mieter höhere Mieten zahlen und Junge kaum noch Eigentum erwerben können. Gemeinden und Kantone «verschenken» durch Aufzonungen jährlich Milliarden (z. B. 14,5 Mrd. Franken 2016–2021). Grosse Player wie Pensionskassen und Immobilienkonzerne profitieren massiv.
Gasche fordert: Stärkere Abschöpfung der Mehrwerte durch höhere Bodenwertabgaben oder -steuern, damit die Allgemeinheit profitiert und Wohnen wieder erschwinglich wird – statt feudaler Privilegien für wenige.