Der am heutigen Freitag bevorstehende Börsengang des US-Konzerns SpaceX wirft ein Schlaglicht auf den wachsenden Rückstand Deutschlands und Europas gegenüber der US-Raumfahrtindustrie. Bereits seit geraumer Zeit monieren Denkfabriken wie die Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), die Bundesrepublik sei auf dem Weltraumsektor „extrem von den USA abhängig“. Politiker und Experten warnen einhellig, die US-Regierung – insbesondere diejenige unter Präsident Donald Trump – könne die bestehenden Abhängigkeiten erbarmungslos zum eigenen Vorteil ausnutzen. Die EU hat mittlerweile erste Schritte unternommen, um ihre Abhängigkeit zu lindern. So kündigte sie im vergangenen Jahr ein neues Weltraumgesetz (Space Act) an, das durch die Harmonisierung fragmentierter nationaler Vorschriften einen EU-Binnenmarkt für den Weltraum schaffen soll. Die USA fürchten Nachteile für ihre Branchenkonzerne und gehen energisch gegen den Space Act vor. Die Bundesregierung will zudem bis 2030 stolze 35 Milliarden Euro investieren, um unter anderem ein „deutsches Starlink“ aufzubauen. Sie zielt dabei allerdings auf eine rein deutsche Führungsrolle in der Raumfahrt und grenzt französische Konzerne aus.
Weiterlesen: https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/10437