«Das könnte eine SP-Initiative sein» | Ex-SP-Mitglied & -EDA-Vize Georges Martin zur Neutralität
Statt über Neutralität, Krieg und Frieden zu diskutieren, werde die Abstimmung zur Neutralitätsinitiative zunehmend zum parteipolitischen Kampf gegen die SVP gemacht, sagt der Ex-Diplomat.
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Fast 40 Jahre vertrat Georges Martin die Schweiz als Diplomat, Botschafter und stellvertretender Staatssekretär im EDA. Heute warnt er davor, dass die Schweiz eines ihrer wertvollsten Instrumente preisgibt: ihre Neutralität.

Nach der Medienkonferenz des Neutralitätsrates vom 20. August sprach Martin mit Transition TV über die zunehmende Annäherung an NATO und EU. Aus seiner diplomatischen Erfahrung weiss er, wie wichtig die neutrale Rolle der Schweiz international war. Ohne sie drohe das Land zum «Luxemburg der Alpen» zu werden.

Kritisch äussert sich Martin auch zur Bürgenstock-Konferenz: Gute Dienste seien nur glaubwürdig, wenn die Schweiz mit allen Konfliktparteien spreche. Der frühere SP-Mann hält die Neutralitätsinitiative ihrem friedenspolitischen Gehalt nach sogar für etwas, das «eine SP-Initiative» sein könnte.

Seine Botschaft vor der Abstimmung vom 27. September 2026: «Wir haben kein Recht, die Neutralität fertigzumachen.»

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