Die Pflanzen sind oft weder abgeschnitten noch geknickt, sondern niedergedrückt und zu attraktiven Bodenmustern verdreht. Nicht immer zur Freude der Landwirte.
Wie der Name schon sagt, treten die meisten Kornkreise in Getreidekulturen wie Weizen und Gerste auf. In geringerer Zahl finden sie sich in Raps, Leinsamen, Mohn, Borretsch, Gras und in Gemüsekulturen wie Spinat, Karotten und Reis. Auch in Wäldern oder auf verschneiten Flächen wurden schon solche Muster entdeckt. Entsprechend der Vegetationszeit erscheinen sie in Europa primär zwischen Mai und September.
Kornkreise gibt es weltweit, wobei die überwiegende Mehrheit im Südwesten Englands in den Grafschaften Wiltshire und Hampshire zu beobachten ist. Bislang wurden in mehr als 60 Ländern etwa 7’000 Formationen registriert, in manchen Jahren auch in der Schweiz.

Verbogener Wachstumsknoten eines Getreidehalms in einem Kornkreis bei Westminster, England, aufgenommen am 5. Juni 2025, Foto: Franz Ulrich
Unbekannte Herkunft
Einige Kornkreise wurden eindeutig von Menschenhand geschaffen, auch zu Werbezwecken. Für andere Kornkreise gibt es hingegen bis heute noch keine eindeutige Antwort zur Entstehung. Augenzeugenberichten zufolge bilden sie sich innerhalb weniger Minuten, fallweise verbunden mit Lichterscheinungen (Kugelblitze, Plasmabälle) oder auch Geräuschen. Oft sind die Wachstumsknoten der Halme verbogen, manchmal in die Länge gezogen oder aufgeplatzt. Wenn die Halme nicht nachträglich von Menschen zertrampelt werden, reifen die Pflanzen in dieser Position weiter.
In Experimenten konnte nachvollzogen werden, dass bei der Bildung gewisser Formationen vermutlich elektromagnetische Kräfte beteiligt sind. Veränderungen im Boden können zudem dazu führen, dass ein feines Abbild des Kornkreismusters ein Jahr später wieder erkennbar ist.
Private Kornkreis-Meldestelle Schweiz
Dass Landwirte nicht unbedingt erfreut sind an Kornkreisen, ist verständlich: Sie können eine erhebliche Ertragseinbusse bedeuten, verbunden mit einem finanziellen Verlust – und ungebetenen Besuchern. Es ist die persönliche Entscheidung jeden Landwirtes, einen Kornkreis publik oder gar für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Dipl. Elektroingenieur ETH Franz Ulrich aus Hohenrain (LU) befasst sich seit einigen Jahren mit dem Phänomen der Kornkreise. Auf unsere Nachfrage, wann es denn in der Schweiz Kornkreise zuletzt Kornkreise gegeben hätte, sagte er: «2019 ein schöner Kreis in Büren an der Aare (BE), siehe https://kornkreiseschweiz.ch/kornkreise-2019.
2022 in Ebikon (LU) (siehe https://www.20min.ch/story/es-gibt-keine-antwort-darauf-wer-diesen-kornkreis-in-ebikon-gemacht-hat-773775845864), eher ein einfaches Muster. Der «Blick» meldete im November 2025 einen Kornkreis in Stäfa ZH, das war aber eher ein «Blätterkreis» (ausgelegte Gingko- etc.-Blätter, gemäss Bericht im Blick).»
Und warum gibt es die meisten Steinkreise in Südengland? Seine Antwort: «Südengland ist auch ein Epizentrum megalithischer Anlagen wie Stonehenge, Avebury, ... und die Linie geht weiter Richtung Süden in die Bretagne, mit Carnac (Alignement de Ménec mit tausenden von Menhiren. Meine Ansicht ist, dass diese beiden Phänomene miteinander zu tun haben: Entweder werden die Entstehung von Kornkreisen durch die megalithischen Anlagen begünstigt, oder umgekehrt, Kornkreise haben schon vor langer Zeit die Menschen inspiriert haben zum Bau von Steinkreisen etc.» Menhire, Steinkreise etc. erachtet Ulrich zum grossen Teil «als energetische Anlagen, die Energie aus dem Universum (mehr zum Elektrischen Universum hier: https://elektrobio.ch) wie auch Erdenergie aufnehmen, verstärken, aufschaukeln, verteilen».
Um sie in der Schweiz besser erforschen zu können, hat er eine Website zur Meldung von Kornkreisen eingerichtet: https://kornkreiseschweiz.ch. Meldungen werden vertraulich behandelt und der genaue Standort wird nur im Einverständnis mit dem Landbesitzer bzw. Pächter veröffentlicht. Ein Newsletter informiert sporadisch über Kornkreise im In- und Ausland.
Weitere Informationen: https://kornkreiseschweiz.ch