Eine Checkliste zeigt: Die Pandemie wird von Leuten mit Sektenmentalität verwaltet

Unerwünschte Artikel in Medien und unbequeme Forschungsarbeiten werden oft aus dem Netz entfernt oder lächerlich gemacht und so einer breiten und unabhängigen Überprüfung entzogen.

Foto: Callie Gibson / unsplash.com

Wie soll man zensierte Beiträge prüfen, wenn man sie schon gar nicht sehen kann? Beiträge zu filtern und zu löschen ist ein spezieller Umgang mit Meinungsbildung. Andersdenkenden einen Maulkorb umzuhängen, bringt uns weder der Wahrheit noch vernünftigen Lösungen näher.

Das Verhalten der Pandemiemanager offenbart Züge einer Sekte, wie eine Checkliste der Sektenberatungsstelle Infosekta zeigt. Nachfolgend die Merkmale aus ihrer Liste (mit meinen Kommentaren in Klammern

Struktur der Organisation: Gruppe mit straff hierarchischer und doktrinärer Struktur
(Bundesrat und seine Lobby weiss was richtig ist und befiehlt: Notstandsgesetz, Lockdown, Distanzregeln, Maskenpflicht, etc.)

Autoritäre Führung: Führergestalt mit prophetischen oder guruhafter Ansprüchen
(Absoluter Gehorsam wird mit Polizeirepression durchgedrückt und verspricht Schutz und Überleben. Guru Koch der durch das Wasser geht…)

Offenheit der Gruppe: Isolation und starke Abgrenzung der Gruppe nach aussen
(Menschen werden isoliert und vereinzelt, Andersdenkende ausgegrenzt und lächerlich gemacht)

Leistungen für die Gruppe: überteuerte Kursangebote oder Kosten für Lehrmaterial, Fronarbeit
(Auf der einen Seite enorme Rettungsgelder für Grossbetriebe, zB. Fliegerei; Zuwendungen für die Pharma. Den hohen Preis der neuen Armut zahlen Kleinbetriebe und gewöhnliche Bürger)

Welt- und Menschenbild: Einteilung der Welt in Gut und Böse, Schwarz-Weiss-Denken
(Die Guten und Wissenden auf der einen, die Verschwörungstheoretiker, Rechten, Quacksalber etc. auf der andern Seite)

Absolutheitsanspruch: ausschliessender Glaube an die absolute Wahrheit des eigenen Systems, der eigenen Lehre, des eigenen Weges, der eigenen Methoden
(Nur wenige, auserlesene, systemtreue Adepten verstehen die Sache und verbreiten die absolute Wahrheit. Jede Kritik kommt von Ungläubigen, Systemgefährdern, etc.)

Erlösungs- oder Heilsversprechen: «Universalrezepte» für sämtliche Probleme sowie irreale Machbarkeitsvorstellungen
(Lockdown, Maskenpflicht, Quarantäne, Impfungen, damit Krankheiten ausgerottet werden).

Elitebewusstsein: Die Mitglieder der Gruppe verstehen sich als auserwählt, als spirituell weiterentwickelte Elite der Menschheit, als «Speerspitze» des Wissens.
(«Speerspitze des Wissens», passt! Dem ist nichts hinzuzufügen)

Endzeiterwartung: Gruppe erwartet Endzeit, Weltuntergang
(Explodierende Todeszahlen als Bedrohung bei Nichtgehorchen)

Informationspolitik nach Aussen: keine offene Informationspolitik, irreführende Propaganda
(Unabhängige (?) Faktenprüfer, Zensur, Gleichschaltung in den Massenmedien, z.T. auch wortgetreue Aussagen der verschiedenen Staatsoberhäupter)

Informationspolitik nach Innen: Selektion von Information bis hin zu bewusster Desinformation innerhalb der Gruppe
(Nur bestimmte Wissenschaftler werden angehört)

Umgang mit Kritik: Kritikverbot innerhalb der Gruppe; Bekämpfung von KritikerInnen ausserhalb
(Passt! Kontrolle innerhalb der Gruppe spielt schon fast automatisch, Denunziantentum wird z.T. sogar gefördert, vgl. «Blick»)

Milieukontrolle: Kontrolle und Überwachung aller Lebensbereiche
(Überwachung von Mahnwachen, geschlossenen Betrieben, Distanzregeln in der Öffentlichkeit, etc.)

Rücksichtlose Methoden: getarnte oder irreführende Anwerbung, Indoktrination, Einsatz von bewusstseinsverändernden Methoden
(Grosse Akzeptanz für Gleichgeschaltete in Politik und Wissenschaft sowie als Kontrast dazu Anfeindung von Zweiflern oder Kritikern, endlose und dauernd wiederholte, gleichlautende Durchsagen in Läden, hypnotisch wirkende Beeinflussung durch TV, Zeitungen, etc.)

Gedanken- und Gefühlskontrolle: durch Erzeugung eines schlechten Gewissens und von Angst wird das Mitglied manipuliert; durch exzessives Praktizieren von Entspannungstechniken und Meditation werden Gedanken und Gefühle kontrollierbar und manchmal sogar ein «innerer Führer» eingeführt, der das eigene Gewissen ersetzt
(Wer anders denkt, ist unsolidarisch und schlecht. Angst- und Panikmache wird anstelle von Vertrauen gefördert. Es geschieht eine untergründige Beeinflussung durch Antönen unbewusster Schichten (Assoziationen zu Pest und Mittelalter). Gefordert wird ein absoluter Gruppenzusammenhalt als einzige solidarische Lösung. Im Kontrast zu den Ungehorsamen werden Heldenmythen erschaffen in Form der sich aufopfernden, gehorsamen - und unterbezahlten - HelferInnen). Regeln, Theorien, alles was man denken soll, wird mantra-artig wiederholt und z.T. unreflektiert verinnerlicht und als Eigenes angesehen)

Die Parallelen sind erdrückend und spielen leider z.T. auf beiden Seiten. Es ist darum wichtig, wachsam und offen zu bleiben, für mögliche eigene Irrtümer. Vielleicht ist diese ehrliche Spiegelschau sogar ein Indiz dafür, dass man nicht sektenmässig verstrickt ist. 
Wahrheit befindet sich kaum an den extremen Polen von Meinungen, sondern in den vielen und nuancierten Bereichen dazwischen. Indem von sektiererischen Einflussnahmen abgelassen wird und die Bereitschaft vorhanden ist, offen zu sein für die andere Seite, können wir zusammen Lösungen unserer gemeinsamen Probleme suchen. Leider wird im Meinungs- und Beeinflussungskrieg allzu oft vergessen, dass wir alle im selben Boot sitzen.


Dr.phil Mirjam Rigamonti Largey ist Psychotherapeutin FSP in Rapperswil. https://www.zeit-wende.net/

20. Juli 2020
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