Geisterwolken, vom Mensch gemacht

Unerklärliche Geisterwolken, die 2005 und 2006 auf einer Länge von 350 Kilometern Deutschland überzogen, sind aufgeklärt. Die deutsche Bundeswehr hat zugegeben, bei Luftkampfübungen so genannte «Düppel» ausgesetzt zu haben. Dabei handelt es sich um haarfeine, mit Metall überzogene Plastikteile, die die feindlichen Radare täuchen und Wolken bilden.

Nach den Radarbildern müssen es Tonnen dieser Düppel sein, nach Angaben der Bundeswehr allerdings wenige hundert Kilo. Karsten Brandt von donnerwetter.de hat Anklage gegen Unbekannt eingereicht und die Grünen in Nordrhein-Westfalen verlangen lückenlose Aufklärung der Wetterbeeinflussung. Das öffentliche Interesse an den bisher geheimen Militäroperationen hat auch bei der Bundeswehr zu einer etwas erhöhten Informationsbereitschaft geführt: Bei der letzten derartigen Übung wurden die Wetterdienste vor verfälschten Wetterkarten gewarnt.

Die Geschichte macht deutlich, dass das Militär tatsächlich Wetter und Atmosphäre beeinflusst. Die nun aufgedeckten Operationen dürften nur die kleine Spitze eines riesigen Eisbergs sein.

Videobericht von RTL zum Thema:
http://www.youtube.com/watch?v=MVc9GX5K_As



www.donnerwetter.de
26. November 2007
von: