KI-Boom auf Kosten der Umwelt
In Patagonien, Argentinien, entstehen grosse Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Die Anlagen benötigen enorme Mengen an Strom und Wasser.

Laut einer von Bloomberg angeführten Studie könnte der weltweite Stromverbrauch solcher Rechenzentren bis 2035 auf über 1’500 Terawattstunden jährlich steigen – knapp unter dem heutigen Verbrauch ganz Indiens.

Unter Präsident Javier Milei setzt Argentinien auf Investitionen und wirtschaftliche Deregulierung. Doch der Ausbau digitaler Infrastruktur wirft grundlegende Fragen auf: Wie lassen sich die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung mit dem Ressourcenhunger der Tech-Konzerne vereinbaren? Wenn Wasser knapp wird und Energie für immer grössere Serverfarmen gebraucht wird, drohen Umwelt und Bevölkerung die Kosten eines Geschäftsmodells zu tragen, dessen Gewinne andernorts anfallen. Der KI-Boom ist deshalb nicht nur eine technische und wirtschaftliche, sondern auch eine soziale und ökologische Frage.