Kleingeld, die verborgene Seite des Geldes

Wir alle kennen es: Kleingeld. Es bläht unsere Portemonnaies auf, es wird in Flaschen oder Dosen gehortet und des öfteren ist es im entscheiden Moment nicht verfügbar. Und doch ist es als Recheneinheit ein unverzichtbarer Bestandteil für den Zahlungsverkehr. Viele Kulturen haben ihre eigenen und eigenwilligen Praktiken entwickelt, um dieser vielen kleinen Transaktionen Herr zu werden. Oftmals sind dabei an die Stelle der offiziellen Währungen Ersatzwährungen getreten, die auch in heutiger Zeit in vielfältiger Gestalt anzutreffen sind: als Coupons, Bonbons, "Peanuts" u.a.
Der Ökonom und Philosoph Birger P. Priddat hat sich dieses so scheinbar unbedeutenden Gegenstands angenommen und besticht in seiner reich bebilderten Analyse des Phänomens Kleingeld nicht nur durch die Fülle des gesammelten Materials, sondern auch durch seine luzide Interpretation, die in eine kleine Theorie des Kleingelds mündet.
Im Kleingeld erst zeigt sich die verborgene Seite des Geldes. Als Tauscheinheit unverzichtbar, führt es uns zu den Wurzeln des Geldes.


Priddat, Birger P.: Kleingeld - die verborgene Seite des Geldes. Kulturverlag Kadmos, 2010. 272 Seiten. ISBN: 978-3-931659-40-0. 19.90 €

Birger P. Priddat, geb. am 13. Februar 1950 in Leuna, Sachsen-Anhalt, ist ein deutscher Ökonom und Philosoph. Seit August 2007 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Politische Ökonomie in der Wirtschaftsfakultät an der privaten Universität Witten/Herdecke. Von August 2007 bis Dezember 2008 war er Präsident der Universität.
29. Dezember 2010
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