Klimaerwärmung bringt Robbensterben

Der WWF ist besorgt und alarmiert: Die Eisschmelze in Nordeuropa hat zur Folge, dass viele Ringelrobbenbabies im Frühjahr im kalten Wasser verenden. In Kanada steht das Verbot der kommerziellen Robbenjagd zur Diskussion.


Wie schon im letzten Winter drohen auch in diesem Jahr wieder Ringelrobben-Babys in der Ostsee zu ertrinken und zu verhungern, warnt der WWF Deutschland. Grund ist die fehlende oder zu dünne Eisdecke in Teilen der Ostsee.

Auf der Roten Liste
Es gibt heute schätzungsweise 7’000 bis 10’000 Ostsee-Ringelrobben. Sie stehen auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Schon in der Vergangenheit wurde die Zahl der Meeressäuger durch Jagd und Umweltgifte arg dezimiert, erst seit den 1980-er Jahren erholen sich die Bestände langsam wieder. Anfang des 20. Jahrhunderts lebten noch rund 180’000 Ringelrobben in der Ostsee.

Jagdrechte der Inuit schützen
Im kanadischen Parlament brachte Senator Mac Harb eine Gesetzesvorlage zur Beendigung der kanadischen Robbenjagd ein. Das Gesetz sieht eine Abänderung des bestehenden Fischereigesetzes vor. Es soll die kommerzielle Jagd auf Robben in kanadischen Gewässern verbieten, aber die Jagdrechte der Inuit (indigene Bevölkerung) schützen. Der IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds) begrüsst diesen Vorstoss.

(Quelle: sonnenseite.com)

db.