OTEPIC - ein Selbsthilfeprojekt aus Kenia wird erwachsen
Der Zeitpunkt hat schon öfter über OTEPIC im Slum von Kitale und seinen Gründer Philip Munyasia berichtet. In den letzten Jahren, vor allem seit Corona, durchlief das Projekt viele Hürden und musste feststellen: Die Ziele waren zu sehr auf internationale Aufmerksamkeit ausgerichtet. Jetzt finden sie realistischere Ziele - und wir können sie gerne unterstützen.
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Philip Munyasia vor dem halbfertigen Seminarzentrum. Screenshot

Seit Jahren steht das Seminarhaus bei OTEPIC in Kitale unfertig da: Die Wände stehen, das Dach ist drauf – doch Böden, Türen und Sanitäranlagen fehlen. Im Erdgeschoss leben provisorisch die Tiere. Das OTEPIC-Team kann nicht vor Ort wohnen und viele pendeln täglich. Sie schlafen auf dem Boden, sind erschöpft, können nicht produktiv arbeiten. 

Neben den grossen Visionen von OTEPIC liegt im Kern eine wunderschöne Stärke die man meist von Außen gar nicht wahrnimmt. Menschen kommen zu OTEPIC, die keine Perspektive haben: alleinerziehende Mütter, Menschen in Armut, Menschen die häusliche Gewalt erlebt haben. Bei OTEPIC finden sie Gemeinschaft, Arbeit, Sinn. Sie finden ein Zuhause. 

Nach Jahren der Reflexion ist klar: Das Haus als Social Farm House fertigzustellen – nicht als großes internationales Konferenzzentrum, sondern im ersten Schritt für die Menschen, die jetzt da sind – das ist die realistische Betrachtung und der richtige Schritt. Mit Eurer Unterstützung können wir es fertigstellen. Das bedeutet: Das Team schläft endlich nicht mehr auf dem Boden, sondern in würdevollen Zimmern mit Betten. Kein tägliches Pendeln mehr – mehr Zeit und Energie für Gartenarbeit und Produktion. Menschen können vor Ort leben, arbeiten, lernen. Stabilität entsteht. Das Team produziert im Permakulturgarten, isst gemeinsam was es anbaut, verkauft Überschüsse, nutzt Gästezimmer für kleine Einkommen – die ersten echten Schritte zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit. Lokale Kleinbauern können in Trainings Permakultur-Wissen lernen. Ein Ort entsteht, der von innen heraus lebt und strahlt.

Wie soll es voran gehen? 

1. Fertigstellung Erdgeschoss:

  • Böden verlegen
  • Tiere artgerecht in separatem Bereich unterbringen
  • Gemeinschaftshalle einrichten für gemeinsames Essen

2. Fertigstellung Obergeschoss:

  • Böden und Türen einbauen
  • 7 würdevolle Wohnräume für Team-Mitglieder einrichten
  • Kleinen Konferenzraum für lokale Trainings ausstatten
  • 1-2 Gästezimmer fertigstellen (für Besucher & kleine Zusatzeinkommen)

3. Sanitäranlagen:

  • 4 Kompost-Toiletten bauen (nachhaltig, im Kreislauf)
  • 1 Wassertoilette installieren

4. Grundausstattung:

  • Betten, Matratzen, Schränke für Wohnräume
  • Tische, Stühle für Gemeinschaftshalle und Konferenzraum

OTEPIC wird zur funktionierenden Social Farm – ein Ort, der sich selbst trägt, weil die Menschen dort leben, produzieren und gemeinsam wirtschaften.
 

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