RUAG-Skandal: Pfister ist erschüttert – übernimmt er jetzt Verantwortung?
Millionenschäden, verschenkte Geschützrohre, versandete Warnungen: Christoph Pfluger fragt, ob eine Arbeitsgruppe den RUAG-Skandal wirklich aufklären kann.
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Ersatzteile im Wert von 48,8 Millionen Euro für rund drei Millionen verkauft, 17 Geschützrohre gratis abgegeben, Warnungen nicht unabhängig untersucht: Der RUAG-Bericht zeigt, wie die Kontrollen beim systemrelevanten Partner der Schweizer Armee versagten.

 

Bundesrat Martin Pfister ist «erschüttert» – erst jetzt. Denn Hinweise gab es seit Jahren. Warum konnten die Geschäfte weitergehen? Wer kontrollierte die Kontrolleure? Und wer übernimmt die Verantwortung im bundeseigenen Rüstungsbetrieb?

Pfister setzt eine Arbeitsgruppe ein. Sie soll die Rolle der RUAG-Führung und des Bundes prüfen. Auch Schritte gegen die Organe bleiben offen. Christoph Pfluger fragt, ob das genügt – und plädiert für eine parlamentarische Untersuchung, die den RUAGias-Stall ausmistet.

Auch bei Patriot bleiben Fragen: Erste Komponenten für Übungszwecke sollen 2027 kommen. Wann die restlichen Systeme und die Munition eintreffen und was sie kosten, bleibt laut Pfister offen. Die USA erstatten einen Teil der Vorauszahlungen zurück. Wann und wieviel, das wissen die Verantwortlichen nicht.

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