Saubere Seifen – Hände weg vom Palmöl

Der Kosmetikhersteller «Lush» verzichtet künftig auf die Palmöl Basis der Seifen, Buttercreams und Smoothies. Palmöl wird durch eine neue, umweltfreundlichere Seifenbasis aus Rapsöl, Sonnenblumenöl und Kokosöl ersetzt.

Damit der Bedarf an Palmöl aber nachhaltig gesenkt werden kann, müssen noch viele andere Firmen nachziehen. In einer öffentlichen Kampagne möchte LUSH andere Hersteller überzeugen ihren Verbrauch drastisch zu reduzieren. Die aufwändig erarbeitete Rezeptur zur Palmölfreien Herstellung der Seifenbasis stellt LUSH interessierten Herstellern gratis zur Verfügung. Sie brauchen sie nur umzusetzen. Das Palmöl (auch Palmfett) wird in der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie, seit neuestem auch als „Bio“ Treibstoff eingesetzt. Um Platz für Ölpalmenplantagen zu schaffen, werden riesige Flächen Regenwald in Indonesien und Malaysia gerodet oder niedergebrannt. Mittlerweile sind es 6.5 Millionen Hektar, also grösser als die Schweiz (4.1. Mio). Tendenz steigend! Ganz zu schweigen von den Unmengen an C02 Ausstoss, der beim Abbrennen von Waldflächen ausgestossen wird. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind die Orang-Utans, die auf die Plantagen ausweichen müssen und dort zur leichten Beute von Wilderern und Jägern werden. Wenn es so weiter geht gibt es schon in 10 Jahren keine Orang-Utans mehr.


Fakten zum Palmöl
 
• 90 % der weltweiten Palmölproduktion stammt aus Malaysia und Indonesien. Die Vereinten Nationen schätzen, dass die Palmölplantagen die Hauptursache vom fortschreitenden Verlust von Regenwäldern sind. Wenn keine sofortigen Massnahmen getroffen werden, sind in 15 Jahren in Malaysia und Indoniesien 98 % der Regenwälder verschwunden.
• Die Ausweitung der Palmölplantagen ist die grösste Bedrohung für wild lebende Orang Utans in Sumatra und Borneo. Der Orang Utan in Sumatra ist akut vom Aussterben bedroht. Jedes Jahr verschwinden 1000 Affen, die gesamte Population wird mit diesem Tempo in 10 Jahren verschwunden sein.
• Palmölplantagen entstehen oft gewaltsam in Gebieten, wo seit hunderten von Jahren eingeborene Völker leben. Die Ausbreitung der Plantagen stand mehrmals in Zusammenhang mit gewalttätigen Konflikten.
• Schätzungen haben ergeben, dass die Rodungen durch Waldbrand in Indonesien 1'400 Millionen Tonnen CO2 generieren. Indonesien ist damit der drittgrösste Produzent von CO2 weltweit.


Quelle: Lush, Gubelstr. 17, 6300 Zug
www.lush-shop.ch