Selbstbestimmung entscheidend für Lebenszufriedenheit
Studie zeigt: Persönliche Autonomie fördert Glück stärker als Reichtum

Glück ist mehr als die Summe angenehmer Gefühle. Eine aktuelle weltweite Studie unterstreicht, dass persönliche Autonomie ein zentraler Faktor für ein erfülltes Leben darstellt. Wer sein Dasein selbst gestalten kann, berichtet von höherer Lebenszufriedenheit – unabhängig von Einkommen oder beruflichem Erfolg.

Die Untersuchung, Teil der Global Flourishing Study, befragte Menschen in zahlreichen Ländern. Dabei zeigte sich, dass Selbstbestimmung bei Entscheidungen im Alltag und im Leben einen massgeblichen Einfluss auf das Wohlbefinden hat. Gute zwischenmenschliche Beziehungen bleiben zwar wichtig, doch die Möglichkeit, eigene Ziele zu verfolgen und frei zu handeln, übertrifft in vielen Fällen materielle Aspekte.Forschende betonen, dass Autonomie nicht Isolation bedeutet, sondern die Fähigkeit, im Einklang mit eigenen Werten zu leben. In Gesellschaften, in denen Individuen mehr Freiraum geniessen, steigt die allgemeine Zufriedenheit spürbar. Die Ergebnisse legen nahe, dass Politik und Bildung stärker auf die Förderung von Selbstständigkeit setzen sollten, statt allein auf wirtschaftlichen Wohlstand zu setzen.

Die Studie liefert damit neue Erkenntnisse zu den Zutaten eines gelungenen Lebens und fordert ein Umdenken in der Glücksforschung. Forderungen nach mehr Meinungsfreiheit und Medienvielfalt erhebt sie allerdings nicht.