Vom Schulfrust zur Lernlust: Wie ich Englisch hasste, Sprachen liebte und entdeckte, was Lernen wirklich braucht
Eine persönliche Lernreise über Freiheit im Denken, Pioniergeist im Training und die Frage, wie Bildung Neugier entfacht
Schule
(Bild: shutterstock.com)

Englisch war so ein Fach das mich Null interessierte. Das Ergebnis? Eine schlechte Note. Ich machte nur das Nötigste, in der Realschule, im Studium. Lernen? Fühlte sich an wie Pflicht.

 Erst Jahre später, als ich längst raus war aus dem System, begann ich aus eigenem Antrieb Sprachen zu lernen. Englisch (beruflich bedingt), dann beschäftigte ich mich drei Jahre mit Chinesisch. Dann Russisch. Jetzt Französisch. Plötzlich liebte ich Sprachen. 

Warum ich das erzähle?

Weil ich irgendwann auf etwas stiess, das mich völlig gepackt hat: Wie gebe ich verdammt gute IT-Seminare? Ich lernte die Suggestopädie-Methode, entwickelte ein Schlangen-und-Leitern-Spiel für nach dem Mittagessen, weitere Spiele, kreierte Poster, setzte gezielt Musik ein.

Dann kam mein erstes C-Programmier-Seminar. Ich brauchte Wochen, um den Mut zusammenzukratzen. War vorher furchtbar nervös. Aber als ich genug Mut hatte, musste ich es durchziehen.

Nach dem Mittagessen stellte ich mein Leiterlispiel vor. Voller Überzeugung. Die Teilnehmer konnten gar nicht anders, als total dabei zu sein. In diesem Moment wusste ich: Es funktioniert.

Ich war der erste IT-Trainer bei NCR, Digital Equipment und Digicomp, der solche Methoden einsetzte. Dieses Pioniergefühl war fantastisch.  

Was ich daraus gelernt habe:

Lernen braucht Selbstbestimmung. In der Schule langweilte mich Englisch, später lernte ich aus eigenem Antrieb Englisch und drei weitere Sprachen. In der IT-Welt ist Englisch die wichtigste Sprache. Erst damit machte Englisch Sinn für mich. 

Mut zur Abweichung zahlt sich aus. Die besten Innovationen entstehen, wenn wir vom Standard abweichen. Als ich endlich loslegte, war ich der Erste und genau das machte den Unterschied.

Begeisterung ist ansteckend. Wenn du selbst für etwas brennst, reisst du andere automatisch mit. Keine Technik der Welt ersetzt echte Überzeugung.

Genau darum geht es im Film „Alphabet": Unser Bildungssystem nimmt Kindern die Freiheit des Denkens. Es setzt auf Leistungsdruck statt auf Neugier. Der Film fragt: Ist es nicht Zeit, das radikal zu ändern?

Ich lade dich ein: Schau dir „Alphabet" bei unserer nächsten Veranstaltung an (am 13. Februar 2026, um 19.30 Uhr in der Turbinenhalle in Uster)

Lass uns gemeinsam darüber nachdenken, wie wir eine Gesellschaft aufbauen können, die Menschen nicht formt, sondern ihre Neugier entfacht.


Trailer:

 

 

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