Die Konsumstimmung in Deutschland hat sich im April deutlich verschlechtert. Der GfK-Konsumklimaindex fiel stärker als erwartet auf minus 33,3 Punkte und signalisiert wachsende Zurückhaltung der Verbraucher. Vor allem der Krieg im Iran und steigende Energiepreise belasten die Erwartungen.
Besonders stark eingebrochen sind die Einkommenserwartungen, die eng mit Inflationsängsten verknüpft sind. Viele Haushalte rechnen mit weiter steigenden Lebenshaltungskosten und verschieben größere Anschaffungen. Die Bereitschaft zu Ausgaben sank bereits den dritten Monat in Folge und erreichte den niedrigsten Stand seit zwei Jahren.
Umfragen zeigen die Breite der Verunsicherung: 42 Prozent planen, ihre Ausgaben zu reduzieren. Zwei Drittel der Verbraucher sorgen sich über steigende Preise, mehr als die Hälfte fürchtet um ihren Lebensstandard.
Ökonomen sehen darin ein Risiko für die Konjunktur. Das sinkende Verbrauchervertrauen könnte den ohnehin fragilen wirtschaftlichen Aufschwung bremsen – insbesondere, wenn geopolitische Spannungen und Inflation anhalten.