Münchner Friedenskonferenz holt russische und ukrainische Kriegsgegner aufs Podium
Internationale Münchner Friedenskonferenz vom 13. bis 15. Februar 2026 parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz

Anlässlich des vierten Jahrestages des russischen Angriffs auf die Ukraine bringt die Internationale Münchner Friedenskonferenz Vertreter der Zivilgesellschaft aus Russland und der Ukraine zusammen. Im Fokus stehen Kriegsdienstverweigerer und Aktivistinnen, die sich dem Krieg entziehen und dafür Repressionen, Haft oder Exil in Kauf nehmen.

„Diese Stimmen fehlen auf der Sicherheitskonferenz nicht aus Zufall. Sie passen nicht in eine sicherheitspolitische Logik, die auf Aufrüstung und Abschreckung setzt“, sagte Maria R. Feckl, Projektleiterin der Internationalen Münchner Friedenskonferenz. Die Friedenskonferenz verstehe sich bewusst als zivilgesellschaftlicher Gegenentwurf zu einer Debatte, die maßgeblich von staatlichen Akteuren und Rüstungsinteressen geprägt sei.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Erfahrungen und die rechtliche Situation von Kriegsdienstverweigerern in Russland, der Ukraine und Israel. „Wir erfahren von ihrem Engagement gegen den Krieg, von menschlichen Schicksalen und rechtlichen Konsequenzen für Kriegsdienstverweigerer in der Ukraine, in Russland und in Israel“, so Feckl.

Die Internationale Münchner Friedenskonferenz findet vom 13. bis 15. Februar 2026 parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz im Salesianum, München-Haidhausen statt.