Neue Forschungseinrichtung markiert Wendepunkt in der Ökodorf-Forschung
Wichtige Erkenntnisse für nachhaltige Gemeinschaften

Forschende, Praktikerinnen und Aktivistinnen haben mit der Gründung des Internationalen Instituts für Ökodorf-Forschung (IERI) einen wichtigen Schritt getan. Das neue Institut soll Wissen über nachhaltige Lebensweisen vertiefen und praktische Antworten auf globale Krisen liefern. Es verbindet wissenschaftliche Arbeit mit aktivem Engagement und berücksichtigt besonders Erfahrungen aus dem globalen Süden sowie indigene Weisheiten.

Die Gründerinnen Anne-Kathrin Schwab, Abbie Caldas und Jules Ellison betonen, dass es nicht nur um die Schaffung einer Institution geht, sondern um die Gestaltung einer neuen Realität für Forschung und Gemeinschaftsleben. Statt Konkurrenz sollen hier Kommunikation, Zusammenarbeit und gemeinsames Schaffen im Vordergrund stehen. Das Institut unterstützt Netzwerke wie das Global Ecovillage Network (GEN), ECOLISE und Gaia Education bei der Entwicklung von Lösungen, die auf den gelebten Werten der Ökodörfer beruhen.

Bisherige Beiträge von Forschenden wie Kosha Joubert, Anna Kovasna oder Daniel Wahl bilden eine solide Grundlage. Die Arbeit des Instituts ist transdisziplinär und partizipativ ausgerichtet. Sie zielt darauf ab, Ressourcen zu mobilisieren und kollektive Antworten auf Umweltzerstörung, soziale Ungleichheit und andere Herausforderungen zu finden. Besonders die Verbindung von Theorie und Praxis sowie der Einbezug von Graswurzel-Innovationen sollen helfen, resilientere Siedlungsformen zu fördern.

Die Ergebnisse dieser neuen Forschungsrichtung bieten konkrete Hilfestellungen für bestehende und entstehende Ökodörfer. Sie zeigen auf, wie soziale Verbundenheit, klare Entscheidungsstrukturen und ökologische Selbstversorgung zusammenwirken, um langfristigen Erfolg zu ermöglichen. Damit trägt das Institut dazu bei, das Wissen über gelingende nachhaltige Gemeinschaften zu erweitern und praktische Werkzeuge für den Aufbau zukunftsfähiger Lebensformen bereitzustellen.