Pakistan vermittelt im Iran-Konflikt
Islamabad organisiert regionale Diplomatie und sucht Ausweg aus eskalierenden Spannungen zwischen Iran, USA und Israel

Pakistan intensiviert seine diplomatischen Bemühungen zur Deeskalation im Konflikt um den Iran. In Islamabad trafen sich die Aussenminister mehrerer Schlüsselstaaten, während Premierminister Shehbaz Sharif parallel mit Irans Präsident Masud Peseschkian sprach.

Teheran signalisierte Entgegenkommen, indem es pakistanischen Schiffen wieder Passage durch die Strasse von Hormus gewährte. Gleichzeitig betonte Peseschkian die Verteidigungsbereitschaft Irans und warnte vor einer Ausweitung des Krieges durch Israel.

Sharif verurteilte Angriffe auf iranische Infrastruktur und unterstrich die Solidarität Pakistans.

Islamabad steht jedoch unter Druck: Ein Verteidigungspakt mit Saudi-Arabien könnte das Land in den Konflikt hineinziehen. Angesichts seiner sunnitischen Mehrheit und einer grossen schiitischen Minderheit verfolgt Pakistan ein starkes Eigeninteresse an Stabilität in der Region.